Sie sind hier: Home > Regional > Mainz >

Unis wegen Corona-Krise in Minimalbetrieb

Mainz  

Unis wegen Corona-Krise in Minimalbetrieb

24.03.2020, 12:56 Uhr | dpa

Die Corona-Krise hat auch das Arbeiten an den rheinland-pfälzischen Universitäten fast zum Erliegen gebracht. An den Unis in Mainz, Trier, Koblenz-Landau sowie Kaiserslautern läuft lediglich noch ein Notbetrieb, wie Sprecher am Dienstag berichteten. Bibliotheken sind dicht, viele Campus-Gelände verschlossen und können nur noch von wenigen betreten werden. Während Beschäftigte der Verwaltungen größtenteils im Homeoffice arbeiten, sorgen Techniker für die Aufrechterhaltung der nötigen IT- und Labor-Infrastruktur.

Ausgehend von der Vereinbarung der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen bei der Bekämpfung des Coronavirus seien die öffentlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz in einen Grundbetrieb übergegangen, teilte das Wissenschaftsministerium in Mainz am Dienstag mit. "Systemerhaltende Bereiche" - Rechenzentren, bestimmte Labore oder Forschungsanlagen - sowie Online-Angebote für die Lehre würden weiter aufrechterhalten. Die Hochschulen hätten in Abstimmung mit dem Ministerium beschlossen, die Standorte weitgehend für den Publikumsverkehr zu schließen. Telefonisch und online gebe es Beratungsangebote für Studenten und Mitarbeiter. All diese Regelungen gälten bis auf Weiteres.

Die größte Uni im Land, die Mainzer Johannes-Gutenberg Universität (JGU), befindet sich seit Dienstag nach eigenen Angaben in einem Notbetrieb. "Wir haben uns entschlossen, den Betrieb der JGU vorübergehend auf ein notwendiges Minimum herunterzufahren, um alles Mögliche dafür zu tun, die Infektionsketten zu durchbrechen und die exponentielle Entwicklung des Infektionsgeschehens zu verlangsamen", teilte Uni-Präsident Georg Krausch bereits am Montagabend mit.

Damit ist die JGU für den Publikumsverkehr tabu, neben dem ohnehin schon ruhenden Lehrbetrieb ist nun auch der Forschungsbetrieb unterbrochen, abgesehen von der Universitätsmedizin und anderen Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit der Krankenversorgung. Die Lehrenden rief die Uni dazu auf, in den kommenden Wochen digitale Angebote für Studierende vorzubereiten. Derzeit ist im Land noch ein verspäteter Start des Sommersemester zum 20. April geplant.

Auch an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern seien alle Mitarbeiter, bei denen es möglich sei, im Homeoffice, sagte eine Sprecherin. Die Fachbereiche seien angewiesen, Forschung nur dann weiterzuführen, wenn es unbedingt nötig sei - und dort möglichst an Einzelarbeitsplätzen, um direkte Kontakte zu vermeiden. Für laufende, nicht schiebbare Versuche sei die Chemikalienausgabe im Notbetrieb.

Auch an der TU sind Bibliotheken und Mensen dicht, in die verschlossen Gebäude auf dem Campus kommen nur noch wenige Befugte mit Transpondern rein. Ein Opfer der Corona-Krise an der TU seien auch viele in den kommenden Monaten geplante Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen der Hochschule, vieles wie etwa Vorlesungsreihen werde abgesagt, sagte die Sprecherin.

Auch die Unis Koblenz-Landau sowie Trier laufen im Notbetrieb. Hier wie dort sind Campus-Gebäude verriegelt. "Es ist alles auf ein Minimum heruntergefahren", sagte Sprecher Peter Kuntz von der Trierer Uni. Die allermeisten Kollegen aus der Verwaltung seien zuhause, Techniker sorgten dafür, dass die Infrastruktur weiter laufe und beispielsweise das Rechenzentrum funktionsfähig bleibe. Das sei auch wichtig, damit Forschungsergebnisse nicht verloren gingen. Ein Sprecher der Uni Koblenz-Landau sagte, der Lehr- und Prüfungsbetrieb ruhe mit Ausnahme digitaler Klausuren.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal