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Weinschorle aus Mainz: Die Entstehungsgeschichte der "Rheinschorle"

Von Schnapsidee zum Start-up  

Mainzer Trio bringt Weinschorle in Flaschen raus

Von Saladin Salem

27.03.2020, 15:55 Uhr
Weinschorle aus Mainz: Die Entstehungsgeschichte der "Rheinschorle". Eine junge Frau trinkt aus einer Flasche (Promobild): Ein junges Unternehmen aus Mainz produziert regionale Weinschorle. (Quelle: Rheinschorle/Nina Heinle/Promo)

Eine junge Frau trinkt aus einer Flasche (Promobild): Ein junges Unternehmen aus Mainz produziert regionale Weinschorle. (Quelle: Rheinschorle/Nina Heinle/Promo)

Drei junge Mainzer waren auf der Suche nach einer abgefüllten Weinschorle, die nicht zu süß ist. Sie wurden nicht fündig – und nahmen die Sache selbst in die Hand. 

Seit fast einem Jahr produziert das Mainzer Unternehmen "Rheinschorle" nun schon ihre eigenen Weinschorlen – abgefüllt in Glasflaschen, bio und regional. Geplant war das aber nicht. Die Gründer Katharina Bahne, Moritz Brüggemann und Sascha Radewald haben sich vor zwei Jahren über ihre gemeinsame Leidenschaft beim Tischtennisspielen kennengelernt. Bald folgten erste selbst organisierte Rundlauf-Events.

Kurz darauf kam der Gedanke, dabei auch Getränke anzubieten. "Wir wollten eine Weinschorle, mit der man um die Platte rennen kann", erzählt Katharina. Die Schorlen werden nicht erst gemischt, sondern sind direkt in der Flasche erhältlich. Das ist zwar keine neue Idee, aber glücklich waren die Rheinschorle-Gründer mit dem bisherigen Angebot nicht: "Wir waren mit keiner abgefüllten Weinschorle wirklich zufrieden. Oft sind sie zu süß. Wir wollten eine richtig trockene Riesling-Schorle. So, wie man sie in Mainz auch trinkt."

Die drei Gründer Moritz Brüggemann (l.), Katharina Bahne und Sascha Radewald: Sie haben vor einem Jahr ihr Unternehmen "Rheinschorle" ins Leben gerufen. (Quelle: Rheinschorle/Promo)Die drei Gründer Moritz Brüggemann (l.), Katharina Bahne und Sascha Radewald: Sie haben vor einem Jahr ihr Unternehmen "Rheinschorle" ins Leben gerufen. (Quelle: Rheinschorle/Promo)

Für Katharina war es zuerst nur eine Schnapsidee. Denn keiner der drei hatte zuvor Erfahrung in der Weinbranche. Bis zur Umsetzung hat es dann aber gar nicht mehr lange gedauert. Schon nach fünf Monaten wurden im April 2019 die ersten Flaschen abgefüllt. Der Weg bis dahin war vor allem ein Lernprozess: "Es tauchten viele Dinge auf, über die man sich vorher nie Gedanken gemacht hat. Beispielsweise, was auf dem Etikett angegeben sein muss oder welche Schriftgrößen eingehalten werden sollen." Schon für die erste Riesling-Schorle haben Katharina und ihre Freunde zahlreiche Winzer kontaktiert und Weine getestet.

Ganz wichtig dabei: Es musste ein Bio-Wein aus der Region sein. Für die aktuell dritte Produktion arbeiten die Mainzer daher mit dem Weingut Broßmann aus Sprendlingen zusammen. Welcher Wein in die Schorle gemischt wird, soll jedes Mal von neuem entschieden werden. Auf dem Etikett der Flaschen findet sich dann eine kleine Danksagung an den jeweiligen Winzer.

Weinschorle in Flaschen, bio und regional: Das war die Idee des Mainzer Unternehmens "Rheinschorle". (Quelle: Rheinschorle/Promo)Weinschorle in Flaschen, bio und regional: Das war die Idee des Mainzer Unternehmens "Rheinschorle". (Quelle: Rheinschorle/Promo)

Coronavirus bremst Gründer aus

Der Wein für die bevorstehende vierte Produktion steht bereits fest und im April soll zudem eine Rosé-Schorle das Angebot ergänzen. "Es wird aber nicht bei den zwei Sorten bleiben", sagt Katharina. Neben der Weinschorle vertreibt sie mit Moritz und Sascha mittlerweile auch einen Haselnuss-Likör. Nur zum Tischtennisspielen bleibt momentan nicht viel Zeit. Denn die Jungunternehmer sind dabei, weitere Bio- und Supermärkte zu akquirieren. Im Rewe am Zollhafen sind die Rheinschorlen schon zu finden. Bald soll es sie auch in verschiedenen Denn’s-Filialen geben. Eigentlich wäre die Schorle auch in zahlreichen Kiosks in Mainz, Rüsselsheim, Frankfurt und sogar Berlin erhältlich.

Seit kurzem bremst aber die zunehmende Verbreitung des Coronavirus an vielen Stellen den Vertrieb. Mehrere Messen der Weinindustrie werden in diesem Jahr abgesagt. Die Nachfrage stagniert. Katharina, Moritz und Sascha müssen nun erst einmal lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Da die drei Jungunternehmer aber neben ihrem Start-Up auch in Teilzeit arbeiten, bleiben sie vorerst von den großen Auswirkungen der Krise verschont. Im nächsten Jahr soll es dann hoffentlich weiter voran gehen.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Katharina Bahne

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