Sie sind hier: Home > Regional > Mainz >

CDU und AfD kritisieren Vereinbarung mit Ditib

Mainz  

CDU und AfD kritisieren Vereinbarung mit Ditib

01.04.2020, 15:29 Uhr | dpa

CDU und AfD kritisieren Vereinbarung mit Ditib. Minarett der Ditib-Moschee

Vor dem Minarett einer Ditib-Moschee hängen (l-r) die Flaggen von Deutschland, Ditib und der Türkei. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag hat die am Mittwoch unterzeichneten Zielvereinbarungen mit vier islamischen Verbänden kritisiert. CDU und AfD wandten sich dabei vor allem gegen die Einbeziehung der Ditib, des größten islamischen Verbands in Rheinland-Pfalz.

"Wir werden keiner Zusammenarbeit mit Verbänden zustimmen, die auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrer Seriosität zulassen", erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Martin Brandl. Die Ditib sei "von der Türkei finanziert, gesteuert und abhängig". Ob sich das durch eine solche Zielvereinbarung ändern lasse, sei sehr zu bezweifeln. Die Vereinbarung mit der Ditib verlangt unter anderem Satzungsänderungen, wonach der Kommission für den islamischen Religionsunterricht keine staatlichen Amtsträger oder Personen angehören, die der Weisungsbefugnis des Ditib-Bundesverbandes unterstehen.

Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Joachim Paul warf der Landesregierung vor, sie wolle offenbar verschleiern, dass die Ditib "der verlängerte Arm" des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sei. Dabei gehe es um ein "parteipolitisch motiviertes Spiel", da die SPD "das Wählerpotenzial unter den türkischen Einwanderern" im Blick habe. Die AfD-Fraktion lehne daher die Zielvereinbarung mit Ditib ab.

Die kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Giorgina Kazungu-Haß, begrüßte die Unterzeichnung. Oberstes Gebot für eine weitere Kooperationen mit den Verbänden sei die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der Religionsgemeinschaften. Gleichzeitig gehe es darum, muslimischen Verbänden eine Perspektive aufzuzeigen. "Die Musliminnen und Muslime gehören zu Rheinland-Pfalz."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal