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Coronavirus erreicht Einrichtungen mit vielen Bewohnern

Mainz  

Coronavirus erreicht Einrichtungen mit vielen Bewohnern

06.04.2020, 15:38 Uhr | dpa

Die Corona-Pandemie hat mehrere Einrichtungen in Rheinland-Pfalz mit vielen Bewohnern erreicht. Die oft hochbetagten Menschen in den Pflegeheimen gehören ganz besonders zur Risikogruppe. In einer Einrichtung der Caritas in Koblenz sind drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. In einem Pflegeheim in Worms wurden 18 Mitarbeiter und neun Bewohner positiv getestet. In einer Asylbewerberunterkunft in Ludwigshafen sind 14 Bewohner an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt.

NEUE ZAHLEN: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land ist bis Montag binnen 24 Stunden um 1,8 Prozent auf 3917 gestiegen. Das ist ein deutlich schwächerer Zuwachs als eine Woche zuvor mit 5,5 Prozent. Bis Montag (Stand: 10.00 Uhr) registrierte das Ministerium den Tod von 33 mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Rheinland-Pfalz, nach 32 am Sonntag. Darunter waren sieben in der Stadt Koblenz und vier im Westerwaldkreis.

VERBRAUCHER: Bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben sich seit dem 19. März schon mehr als 500 Menschen telefonisch gemeldet. Zudem gibt es Videochats und Web-Seminare zu Rechts- und Verbraucherfragen rund um Corona. Hauptthema sind Reisen und abgesagte Veranstaltungen, aber auch Wucherpreise und Abzocke sowie dubiose Angebote.

SCHULEN: Angesichts der seit drei Wochen andauernden Schulschließung wegen der Corona-Krise fordert der Lehrerverband VBE eine Stärkung der Voraussetzungen für den digitalen Unterricht. Die Lehrkräfte seien hochmotiviert, ihren Schülern auch abseits des klassischen Unterrichts das Lernen zu ermöglichen, erklärte der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Bold. Neben einer klaren Linie hinsichtlich der Dauer der Schulschließungen fordere der VBE "auch endlich die strukturellen Voraussetzungen für digitales Lernen". Der Philologenverband Rheinland-Pfalz wandte sich am Montag dagegen, die Schulen zu früh zu öffnen. Priorität sollte dann der Unterricht für Schüler an G8-Gymnasien haben.

STUDENTENJOBS: Wegen der Corona-Krise sowie geschlossener Bars und Kneipen brechen vielen Studenten die Nebenjobs weg. Die ASten im Land berichten von einer steigenden Zahl von Anfragen von Studierenden zu möglicher Hilfe. Manche Studenten wüssten kaum mehr, wie sie ihre Miete zahlen könnten, berichtet etwa der AStA in Landau. Die Studierendenvertreter der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität haben sich in einem offenen Brief an die Landesregierung gewandt. Sie bringen unter anderem die Idee ins Spiel, Betroffenen die Miete in Studierendenwohnheimen zu erlassen. Ausgleichszahlungen an die Studierendenwerke sollten deren Einnahmeverluste dann ausgleichen.

FIRMENKREDITE: Das Land erhöht die Absicherung für Firmenkredite in der Corona-Krise von 90 auf 100 Prozent. Mit der Anhebung des Bürgschaftsrahmens für Sofortdarlehen des Landes aus dem "Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz" werde sichergestellt, dass die Hausbanken von Unternehmen Darlehen schnell und mit geringem Aufwand vergeben könnten, teilten Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) mit. Ermöglicht wurde die Erhöhung des Bürgschaftsrahmen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums durch die Notifizierung des Hilfsprogramms bei der EU-Kommission.

VEREINE IN NOT: Der Bund Deutscher Karneval (BDK) bittet um finanzielle Hilfe für seine Vereine. Die Bundesregierung solle ihr Hilfspaket nicht nur Solo-Selbstständigen, Kleinunternehmern und Kulturschaffenden widmen, sondern auch in Not geratenen Vereinen und Verbänden des BDK, teilte Präsident Klaus-Ludwig Fess am Montag im saarländischen Bexbach mit. Mitgliedsvereine und Verbänden seien in eine "höchst prekäre Situation" geraten, weil Turnier-Veranstaltungen zur Deutschen Meisterschaft im karnevalistischen Tanzsport abgesagt werden mussten. Dadurch drohe manchen Vereinen die Insolvenz. Hinzu komme, dass aufgrund der massiven Umsatzeinbußen von Unternehmen aller Größen in Deutschland für die Session 2020/2021 das Sponsoring für die Vereine ausgesetzt oder ganz gestrichen werde.

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