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Frisch voraussichtlich AfD-Spitzenkandidat bei Landtagswahl

Mainz  

Frisch voraussichtlich AfD-Spitzenkandidat bei Landtagswahl

07.04.2020, 15:33 Uhr | dpa

Frisch voraussichtlich AfD-Spitzenkandidat bei Landtagswahl. Michael Frisch (AfD)

Michael Frisch (AfD). Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der rheinland-pfälzische AfD-Landesvorsitzende Michael Frisch wird voraussichtlich Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl im März 2021. Er könne sich auch vorstellen, im neuen Landtag dem scheidenden Fraktionschef Uwe Junge nachzufolgen, sagte der 62-Jährige am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Mit einem Gegenkandidaten rechnet Frisch bislang nicht. Der Landesvorstand habe ihn im Februar einstimmig aufgefordert, die Spitzenkandidatur zu übernehmen.

Der Spitzenkandidat habe eigentlich bei einem Landesparteitag Mitte Mai gewählt werden sollen. Dieser Parteitag sei wegen der Einschränkungen in der Corona-Krise jetzt zunächst auf Ende August - unmittelbar nach der Sommerpause - verschoben worden. Einen genauen Termin und Ort gebe es noch nicht.

Junge hatte nach mehreren Jahren in zentralen Ämtern der rheinland-pfälzischen AfD das Ende seiner politischen Karriere angekündigt. Auch aus gesundheitlichen Gründen habe er sich entschlossen, nicht mehr für den Landtag zu kandidieren, hieß es in einer Mitteilung der Fraktion vom vergangenen Sonntagabend. Nach Ablauf dieser Legislaturperiode 2021 werde er in den Ruhestand gehen, hatte der 62-jährige angekündigt.

Oberstudienrat Frisch aus Trier war im November 2019 bei einem Parteitag in Bingen zum Nachfolger Junges als Landesvorsitzender gewählt worden. Junge war nicht mehr angetreten. Den angestrebten Sprung in den Bundesvorstand der AfD verpasste Junge kurz darauf.

Frisch hatte seine Kandidatur für den Vorsitz erst kurz vor dem Parteitag bekanntgemacht. Zuvor hatte der Fraktionsvize Joachim Paul zugunsten Frischs verzichtet. Lange hatte Paul als aussichtsreichster Kandidat gegolten. Dann war unter anderem der Vorwurf laut geworden, er habe vor Jahren einen Beitrag für eine NPD-nahe Zeitschrift verfasst, was er bestreitet.

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