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Bistum Mainz verhängt Haushaltssperre in Corona-Krise

Mainz  

Bistum Mainz verhängt Haushaltssperre in Corona-Krise

07.04.2020, 16:19 Uhr | dpa

Bistum Mainz verhängt Haushaltssperre in Corona-Krise. Der Mainzer Weihbischof Udo Markus Bentz

Der Mainzer Weihbischof Udo Markus Bentz. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise hat der Mainzer Weihbischof und Generalvikar Udo Markus Bentz für das gesamte Bistum Mainz ab 20. April eine Haushaltssperre verhängt. Das bedeute, dass alle bereits in den Haushalten bewilligten Ausgaben sowie Stellenausschreibungen zunächst ausgesetzt seien und einer Zustimmung des Generalvikars bedürften, teilte das Bistum, das sich auf Rheinland-Pfalz und Hessen erstreckt, am Dienstag in Mainz mit. Bentz ist auch Ökonom des Bistums.

In einem Interview der bischöflichen Pressestelle erklärte Finanzdirektor Christof Molitor, noch seien die Auswirkungen der Krise auf die Finanzlage des Bistums und der Kirchengemeinden nicht in vollem Umfang absehbar. Es gebe aber einen massiven Rückgang beim Kirchensteueraufkommen, auch fehlten Einnahmen, weil Bildungs- und Tagungshäuser geschlossen seien, Elternbeiträge für die Betreuung in Kitas und Schulen, Kollekten oder auch Mieteinnahmen etwa für Pfarr- und Gemeinderäume fehlten. Auf der anderen Seite verursache der in Zeiten von Kontaktbeschränkungen nötige Ausbau der digitalen Infrastruktur Kosten.

Sollte sich die Lage ab Mai normalisieren und es schnell zu einer wirtschaftlichen Erholung komme, werde im Jahr 2020 bei einem geplanten Haushaltsvolumen von 357 Millionen Euro und einem geplanten Fehlbetrag von 32 Millionen Euro mit zusätzlichen Belastungen von 50 bis 60 Millionen Euro gerechnet. Molitor sagte weiter, die Corona-Krise verschärfe die sozialen Probleme und werde die Caritas noch mehr fordern. Es entstünden also neue Aufgaben, gleichzeitig gebe es Einbußen, weil etwa Leistungen wie Tagespflege derzeit nicht erbracht werden könnten. Mit Blick auf das gesamte Bistum sagte der Finanzdirektor, die Jahresergebnisse seien schon einige Jahre negativ und strukturelle Konsolidierungsmaßnahmen notwendig. "Diese Maßnahmen müssen nun zeitlich schneller beraten und umgesetzt werden."

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