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Mehr Räume und Aufsichten für Ausbildungsprüfungen in Krise

Ludwigshafen am Rhein  

Mehr Räume und Aufsichten für Ausbildungsprüfungen in Krise

06.06.2020, 09:14 Uhr | dpa

Mehr Räume und Aufsichten für Ausbildungsprüfungen in Krise. Blick auf das Logo der Industrie und Handelskammer (IHK)

Blick auf das Logo der Industrie und Handelskammer (IHK). Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Organisation der wegen der Corona-Krise auf Mitte Juni geschobenen schriftlichen Abschlussprüfungen für Auszubildende ist mit einem hohen Aufwand verbunden gewesen. Die größte Herausforderung sei, dass die üblichen Räume nicht in gewohnter Art belegt werden könnten, sagte Michael Böffel, Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz in Ludwigshafen. Unternehmen hätten dankenswerterweise aber Unterstützung angeboten, teils würden Prüfungen nun auch in großen Firmenkantinen geschrieben.

Toiletten können in der Corona-Krise ebenfalls nicht wie sonst genutzt werden, Warteschlangen gilt es zu vermeiden. Vereinzelt stellt die IHK für die Pfalz Böffel zufolge Toilettenwagen auf. Nötig sei mehr Aufsichtspersonal. Von Prüflingen müssten Formulare mit Kontaktdaten ausgefüllt werden, um sie bei einer Infektion kontaktieren zu können. Azubi-Gruppen würden zeitlich versetzt geladen.

Die IHKs in ganz Deutschland hatten sich im März darauf verständigt, die bundesweiten Termine für schriftliche Abschlussprüfungen auf den Zeitraum 16. bis 19. Juni zu schieben. An den ersten beiden Tagen stehen die gewerblich-technischen Berufe an, die kaufmännischen an den letzten beiden. Praktische und mündliche Prüfungen laufen schon seit Mai. Teils werde es diesmal so sein, dass mancher Prüfling erst die mündliche und dann die schriftliche Prüfung habe und daher nicht - wie sonst üblich - direkt nach dem letzten Termin zumindest schon die Information bekomme, ob er bestanden habe oder nicht, sagte Böffel.

Die IHK Rheinhessen berichtet gleichermaßen von einem hohen Aufwand im Vorfeld der Prüfungen. Hier wird unter anderem ein Raum in einem Hotel für Prüfungen genutzt, wie Sprecher Stefan Linden sagte. "Wir haben wegen der Abstandsregeln viel mehr Raumbedarf." Auch werde Desinfektionsmittel "ohne Ende" gebraucht. Prüfern und Prüflinge, die keinen Mund-Nasen-Schutz bei sich hätten, müsse einer bereitgestellt werden. Auch im Kammerbezirk Rheinhessen braucht es mehr Aufsichten.

Bei den Gesellenprüfungen im Handwerk mussten aus Infektionsschutzgründen Prüfungsgruppen verkleinert werden. Dadurch nähmen die Prüfungen insgesamt mehr Zeit in Anspruch, sagte etwa die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer (HWK) Rheinhessen, Anja Obermann. Auch die HWK mit Sitz in Mainz musste mehr und größere Räume suchen, konnte den Bedarf aber in eigenen Gebäuden decken. Glücklicherweise sei es gelungen, dass alle Gesellenprüfungen in diesen Wochen über die Bühne gehen könnten, sagte Obermann. Einzig die Prüfung der Elektroniker, die bundesweit einheitlich sei, habe in den Herbst geschoben werden müssen.

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