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Landesamt: Weißstorch-Population aktuell nicht gefährdet

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Landesamt: Weißstorch-Population aktuell nicht gefährdet

08.06.2020, 08:51 Uhr | dpa

Landesamt: Weißstorch-Population aktuell nicht gefährdet. Weißstorch mit Küken

Ein Weißstorch kümmert sich in seinem Nest um seine Jungtiere. Foto: Uwe Anspach/dpa (Quelle: dpa)

Der jüngste Kältetod zahlreicher Weißstorch-Küken gefährdet nach Einschätzung des Landesamtes für Umwelt (LfU) nicht die Population der majestätischen Vögel in Rheinland-Pfalz. "Im Vergleich zu kleinen Singvögeln sind Weißstörche sehr langlebig. Sie können deshalb einzelne Brutausfälle vergleichsweise gut verkraften", meinte LfU-Präsidentin Sabine Riewenherm. Derzeit sei die Population der Klapperschnäbel im Bundesland stark wachsend. "Darum wird eine aktuelle Gefährdung aufgrund des einmaligen Ereignisses derzeit nicht gesehen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

An den "Eisheiligen" im Mai waren zahlreiche Weißstorch-Küken infolge von Regen, Kälte und mangelnder Deckung durch Altstörche verendet. "Einen genauen Überblick bekommen wir erst bei der Beringung der verbliebenen Jungstörche", sagte Jessica Lehmann vom Storchenzentrum in Bornheim. Der Storchenbestand in Rheinland-Pfalz galt von 1974 bis 1996 als erloschen. 1997 startete ein Wiederansiedlungsprojekt. Träger des Zentrums in Bornheim ist die Aktion PfalzStorch.

Der Tod der Jungvögel in manchen Extremsituationen sei eine natürliche Ursache, mit der eine Population - wenn es nicht jährlich zu solchen Ausfällen kommt - normalerweise umgehen könne, betonte LfU-Chefin Riewenherm. Allgemein nehme der Bestand der Adebare in Rheinland-Pfalz zu. Dabei seien Schwankungen im Bestand typisch für die Art. Im Jahr 2018 brüteten 321 Paare in Rheinland-Pfalz, im Jahr 2019 schon 361 - was einen Aufwärtstrend bedeute.

Ähnlich sieht es Kai-Michael Thomsen vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). "Es ist bekannt, dass Jungstörche im Alter von drei bis vier Wochen sehr empfindlich auf Kälte und vor allem langanhaltenden Regen reagieren", sagte der Experte vom Michael-Otto-Institut in Bergenhusen (Schleswig-Holstein) der dpa. Ihm seien aus anderen Regionen keine derartigen Verluste bekannt.

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