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Mainz: Abriss und Neubau des Gutenberg-Museums geplant

Am bisherigen Standort  

Gutenberg-Museum soll abgerissen und neu gebaut werden

06.07.2020, 08:52 Uhr | dpa, t-online

Mainz: Abriss und Neubau des Gutenberg-Museums geplant. Die Büste von Johannes Gutenberg vor dem gleichnamigen Museum in Mainz: Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und weist Mängel im Brandschutz auf.  (Quelle: imago images/epd/Archiv)

Die Büste von Johannes Gutenberg vor dem gleichnamigen Museum in Mainz: Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und weist Mängel im Brandschutz auf. (Quelle: epd/Archiv/imago images)

Der Mainzer Stadtrat will der Empfehlung folgen, das Gutenberg-Museum am bisherigen Standort neu aufzubauen. Dabei könnten auch Bund und Land das Vorhaben unterstützen.

Das Mainzer Gutenberg-Museum könnte abgerissen und am bisherigen Standort neu aufgebaut werden. Darauf habe sich eine speziell eingerichtete Werkstatt mit Sachverständigen, Politikern und Vertretern von Bürgergruppen geeinigt und damit die Situation befriedet, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Nach der Sommerpause werde der Stadtrat aller Voraussicht nach beschließen, die Empfehlung zu unterstützen, so Ebling. 

Nun könne die weitere Planung losgehen. "Jetzt können wir auch Gespräche mit Bund und Land führen", sagte der SPD-Politiker. Dabei könne es um Zuschüsse für den geplanten Abriss des bisherigen Baus und einen Neubau gehen, um "noch wertvollere Unterstützung für den dauerhaften Betrieb" des Museums und auch um die künftige Trägerschaft. In welcher Form möglicherweise Bund oder Land mitmachen könnten, bleibe abzuwarten.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling: "Jetzt können wir auch Gespräche mit Bund und Land führen." (Quelle: imago images/phototek/Archiv)Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling: "Jetzt können wir auch Gespräche mit Bund und Land führen." (Quelle: phototek/Archiv/imago images)

Bund und Land als Mitträger halte er für das Haus für durchaus angemessen, denn es sei ein Museum von zumindest nationalem Rang. Er ist außerdem gegen eine komplette Schließung. Zumindest ein Teil der Ausstellungsstücke müsse zu sehen bleiben, so Ebling. Wo sei noch unklar.

Mängel beim Brandschutz

Die jüngste Geschichte des Museums über den Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, Johannes Gutenberg, ist eine bewegte. Denn die Ausstellung sei zum Teil auf dem Stand des Jahres 1962 wie auch die Ausstattung vieler Räume, kritisiert die Einrichtung. Außerdem gebe es erhebliche Mängel beim Brandschutz. Vor zwei Jahren hatten die Mainzer einen nach der Gutenberg-Bibel benannten Turm neben dem Museum in einem Bürgerentscheid abgelehnt. Es wurden tiefe Gräben zwischen Gegnern und Befürwortern aufgerissen. Seit Oktober 2018 lotete eine Arbeitswerkstatt neue Chancen aus.

Als neuer Standort für das Museum war bis vor kurzem das Areal des Allianzhauses unweit vom Landtag im Gespräch gewesen. Dort ist ein Kulturclub im Erdgeschoss und eine Flüchtlingsunterkunft darüber. Vor Kurzem hatte es einen Corona-Ausbruch gegeben, sie stand mehrere Wochen lang unter Quarantäne. Der Mietvertrag für die Unterkunft läuft laut Stadt 2021 aus. Was dann mit dem Gebäude geschieht, sei noch nicht sicher und Sache der Besitzerin Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG), an der die Stadt mit 43 Prozent beteiligt ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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