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Dreyer: "Wir sind stolz auf die Vielfalt der Polizei"

Büchenbeuren  

Dreyer: "Wir sind stolz auf die Vielfalt der Polizei"

31.08.2020, 16:25 Uhr | dpa

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist stolz auf die Vielfalt der rheinland-pfälzischen Polizei. Bei einer Diskussion mit jungen Polizisten mit Migrationshintergrund sagte die SPD-Politikerin am Montag in Büchenbeuren-Scheid, sie sei "unglaublich stolz, dass wir eine Polizei haben, die so auftritt, wie sie auftritt und die so vielfältig ist, wie sie ist". Sie freue sich sehr, dass der Anteil der Polizeistudenten mit Migrationshintergrund inzwischen auf mehr als 13 Prozent gestiegen sei.

An der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz studieren derzeit etwa 1600 junge Menschen, deren Familien Wurzeln in 48 verschiedenen Nationen haben. In der Diskussion ging es um das Thema Rassismus. Dreyer sagte, nachdem die Rassismus-Debatte aus Amerika nach Deutschland "geschwappt" sei, habe man sich sehr gut vorstellen können, "wie schwer das für unsere Polizei war, da mit reingezogen zu werden".

Die Ministerpräsidentin betonte zugleich: "Wir hatten von Anfang an immer ein sehr gutes Gefühl unserer Polizei gegenüber." Dreyer weiter: "Wir sind uns auch sehr sicher, dass das, was in Amerika diskutiert wird, strukturelle Probleme mit Rassismus und Ähnliches, dass das nicht die Situation in Deutschland und erst recht nicht in Rheinland-Pfalz ist." In den USA kommt es seit einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai, bei dem ein Afroamerikaner getötet wurde, in verschiedenen Städten immer wieder zu Protesten.

Dreyer verwies vor allem auf die Qualität der Polizeiausbildung. An der Hochschule setze man sich im dreijährigen Bachelor-Studiengang mit allen Themen auseinander, die in Polizei und Gesellschaft relevant seien. Innenminister Roger Lewentz (SPD), sagte, bei den Herausforderungen an den Polizeiberuf sei ein Bachelor-Studium "unabdingbar". Er sei froh über "Rekord-Einstellungszahlen". Im nächsten Jahr werde es 9500 ausgebildete Polizeibeamte im Land geben. 2024 werde erstmals die Marke von 10 000 erreicht.

Die Anteil der Bewerber mit Migrationshintergrund sei in vergangenen Jahren von neun bis zehn Prozent auf rund 20 Prozent gestiegen, sagte Lewentz. "Das tut uns gut, das tut unserer Polizei gut. Und so wie die Gesellschaft sich verändert, so muss sich die Polizei verändern."

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