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Schutzmasken für Moria: Trabert reist erneut nach Lesbos

Mainz  

Schutzmasken für Moria: Trabert reist erneut nach Lesbos

11.09.2020, 17:15 Uhr | dpa

Schutzmasken für Moria: Trabert reist erneut nach Lesbos. Der Sozialmediziner Gerhard Trabert

Der Sozialmediziner Gerhard Trabert. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem Großbrand im griechischen Flüchtlingslager Moria will Rheinland-Pfalz die Betroffenen mit 125 000 Mund-Nasen-Schutz-Masken und 12 500 Liter Desinfektionsmittel versorgen. Um die Ausrüstung so schnell wie möglich zu den Menschen zu bringen, organisierte die Landesregierung in Zusammenarbeit mit dem Flugdienst Condor einen kurzfristigen Charterflug, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

"Angesichts der schrecklichen Notlage der Menschen in Moria bedarf es einer unmittelbaren Hilfe für die Menschen vor Ort", erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Kabinettssitzung am Freitag. Nicht zuletzt seien Hilfen nötig, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie unter den Flüchtlingen einzudämmen. Nach Einschätzung des Mainzer Sozialmediziners Gerhard Trabert sind mehrere hundert Menschen unter den Flüchtlingen auf Lesbos mit dem Coronavirus infiziert.

Trabert will an diesem Samstag erneut auf die Insel fliegen. "Die Situation vor Ort ist einfach zu schlimm, und ich versuche jetzt, konkret als Arzt zu helfen", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

In seinem Engagement für mehr als 12 000 Geflüchtete auf der Ägäis-Insel Lesbos sieht sich Trabert von Dreyer unterstützt. Nach einem Gespräch am Donnerstag erklärte er in einer schriftlichen Mitteilung, Dreyer unterstütze die Forderung, "dass schwer körperbehinderte Flüchtlinge aus Lesbos jetzt sofort nach Deutschland gebracht werden". Auch setze sie sich konkret für die Aufnahme eines 26-jährigen Syrers mit einer Querschnittlähmung ein. Der auf der Flucht verletzte Abdulkarim stehe exemplarisch für die vielen Flüchtlinge von Moria, die mit schweren körperlichen Behinderungen besonders gefährdet seien, sagte Trabert. Die Staatskanzlei äußerte sich nicht zum Inhalt des Gesprächs.

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