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Aktionstag für Bildung in Afrika trotzt der Corona-Pandemie

Mainz  

Aktionstag für Bildung in Afrika trotzt der Corona-Pandemie

22.09.2020, 10:20 Uhr | dpa

Aktionstag für Bildung in Afrika trotzt der Corona-Pandemie. Stefanie Hubig (SPD)

Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz, spricht. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit Spendenläufen, Gartenarbeiten oder dem Verkauf von Alltagsmasken haben sich trotz der Corona-Pandemie bundesweit Tausende von Schülern an der Hilfsaktion "Dein Tag für Afrika" beteiligt. Die vor 18 Jahren gestartete Kampagne - dabei wird der Lohn von eintägigen Jobs an Bildungsprojekte in Afrika gespendet - sei diesmal nur eingeschränkt möglich gewesen, sagte der Vorstand der Aktion Tagwerk, Ewald Dietrich, am Dienstag in Mainz.

Statt der ursprünglich mehr als 400 Schulanmeldungen für die Aktion in diesem Jahr haben sich nach Angaben Dietrichs 130 Schulen an der Aktion beteiligt, darunter 39 aus Rheinland-Pfalz. Nach einer vorsichtigen Schätzung sei es gelungen, einen sechsstelligen Betrag an Spenden zu sammeln. Die Mittel gehen an Bildungsprojekte in Ruanda, Uganda, Burkina Faso, der Elfenbeinküste und Guinea.

Die Aktion werde von dem Willen aus der Schülerschaft getragen, einen Beitrag dafür zu leisten, dass Gleichaltrige in afrikanischen Ländern ein besseres Leben haben könnten, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). "Mir fehlt mein Tagwerk in diesem Jahr", sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). In den vergangenen Jahren habe sie mit Schornsteinfegern auf einem Hochhaus oder beim Aufstellen von Bänken mitgeholfen. In der Pandemie hätten auch die Bildungssysteme in anderen Ländern gelitten, was zu Lasten von Chancengerechtigkeit in der Welt gehe. Der Schüler Lenard Felix aus der 10. Klasse des Otto-Schott-Gymnasiums in Mainz sagte, ihm sei es wichtig, "gleichaltrige Kinder zu unterstützen in Afrika, weil sie nicht so gute Bedingungen haben wie wir".

Die Corona-Bedingungen hätten die Arbeit vor Ort teilweise sehr erschwert, sagte Dietrich. In Uganda und Ruanda seien die Schulen immer noch geschlossen. Damit hätten Kinder und Jugendliche auch das Mittagessen dort verloren. Ihren Eltern sei zum Teil die Existenzgrundlage weggebrochen, etwa mit dem Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf Märkten oder in der Arbeit als Motorrad-Taxifahrer.

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