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Dreyer: Nicht die Zeit für Feiern

Mainz  

Dreyer: Nicht die Zeit für Feiern

22.10.2020, 15:37 Uhr | dpa

Dreyer: Nicht die Zeit für Feiern. Eine Discokugel

Eine Discokugel. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Weil ihrer Einschätzung nach private Familienfeiern und Partys der größte Treiber der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz sind, begrenzt die Landesregierung die Teilnehmerzahlen. Private Feiern in gemieteten Räumen werden von Montag an grundsätzlich auf maximal 25 Menschen begrenzt, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag in Mainz nach einem Gespräch mit den kommunalen Spitzenverbänden sagte. Bisher waren 75 unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen erlaubt. In den Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen wegen der Höhe der Infektionen die Warnstufen Rot gilt, sind bereits nur zehn Menschen aus höchstens zwei Hausständen erlaubt.

"Es ist nicht die Zeit der Partys", betonte Dreyer. Die Ministerpräsidentin appellierte auch an die Solidarität der Bürger. Wer auf Partys und private Feiern verzichte, verhindere auch, dass sich seine Kollegen am Arbeitsplatz ansteckten. "Wir wollen das gesellschaftliche Leben nicht insgesamt runterfahren." Die Gastronomie und Kulturveranstalter hielten sich meist an die Regeln und seien nicht gemeint. "Es geht um private Feiern. Schränken Sie die bitte ein!" Denn Maske zu tragen und Abstandsregeln seien dabei nicht einzuhalten.

Der Geschäftsführende Direktor des Landkreistages, Burkhard Müller, und der geschäftsführende Direktor des Städtetags, Fabian Kirsch (beide SPD), unterstützten den Appell Dreyers. "Unser Ziel ist es Kitas und Schulen so lange wie möglich offen zu halten", sagte Müller. Das Feier- und Partygeschehen müsse daher so weit wie möglich runter gefahren werden, damit die Infektionen nicht in die Kitas und Schulen getragen würden. Die meisten Ausbrüche gingen auf private Feiern und Partys zurück, mit deutlichem Abstand folgten "mal ein Fußballspiel, einmal ein Feuerwehr-Fest und einmal ein Betriebsfest".

"Es ist jetzt ganz wichtig, auf Feierlichkeiten im privaten Bereich zu verzichten", ergänzte Kirsch. "Wir wollen unbedingt einen zweiten flächendeckenden Lockdown verhindern." Um auch junge Menschen und die Party-People mit dieser Botschaft zu erreichen, hätten die Städte ihre Informationen im Internet deutlich ausgeweitet.

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