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Neue Einschränkungen: Hoffen auf baldigen Impfstoff

Mainz  

Neue Einschränkungen: Hoffen auf baldigen Impfstoff

01.12.2020, 11:04 Uhr | dpa

Neue Einschränkungen: Hoffen auf baldigen Impfstoff. Biontech und Pfizer

Die Bildkombo zeigt das Logo des Biotech-Unternehmens Biontech und des Pharmaunternehmens Pfizer. Foto: Andreas Arnold/Dirk Waem/dpa/BELGA/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Der Vorsitzende des Städtetags Rheinland-Pfalz und Mainzer OB Michael Ebling sieht unterdessen zu Beginn der Impfungen zwei Engpässe: ausreichend Impfstoff und genügend Mediziner. Die Entwicklung im Überblick:

NEUE MASSNAHMEN: Der neue Monat beginnt für die Rheinland-Pfälzer mit neuen Einschränkungen: Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind am Dienstag weitere Maßnahmen in Kraft getreten. So sind zum Beispiel private Zusammenkünfte auf den eigenen und einen weiteren Hausstand mit maximal auf fünf Menschen beschränkt. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet. Zudem gilt eine erweiterte Maskenpflicht im Freien an Orten, an denen sich Menschen auf engem Raum begegnen. Des Weiteren gilt am Arbeitsplatz eine Maskenpflicht, wenn kein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann.

IMPFSTOFF: Die Mainzer Firma Biontech könnte ihren Corona-Impfstoff nach einer Zulassung durch Behörden nach eigenen Angaben "innerhalb von wenigen Stunden" ausliefern. Das sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting bei einer Pressekonferenz mit Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Dienstag. "Wir haben auf Halde produziert und alles, was da ist, kann innerhalb von wenigen Stunden dann wirklich verteilt werden." Man sei gut auf diese Verteilung vorbereitet. Der Impfstoff werde in Boxen geliefert und könne in diesen mit Trockeneis bis zu 30 Tage im jeweiligen Impfzentrum gekühlt werden oder bis zu fünf Tage in einem handelsüblichen Kühlschrank. Gefrierschränke würden erst wichtig, wenn es um eine längere Lagerung gehe.

ARBEITSMARKT: Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt stand im November wieder verstärkt im Zeichen der Corona-Krise. Zwar ging die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Arbeitsagentur den dritten Monat in Folge leicht zurück, doch wurde wieder mehr Kurzarbeit angemeldet. Auch gibt es deutlich weniger offene Stellen als vor einem Jahr. Der Teil-Lockdown im November führte dazu, dass nach mehreren rückläufigen Monaten 3300 neue Anzeigen für Kurzarbeit für 31 200 Beschäftigte eingingen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken mitteilte. Der Schwerpunkt lag in der Gastronomie. Nach jüngsten Berechnungen wegen Genehmigungen waren im August 89 400 Menschen in rund 12 000 Betrieben in Kurzarbeit.

ÄRZTE: Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sieht zu Beginn der Corona-Impfungen zwei Engpässe: ausreichend Impfstoff und genügend Ärzte. Mediziner würden in den geplanten Impfzentren zwingend gebraucht, vor allem für die Aufklärung, aber auch zur medizinischen Sicherheit, sagte Ebling im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) habe aber schon die Corona-Ambulanzen kaum unterstützt. "Die Skepsis der Kommunen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung ist groß", sagte Ebling, der auch Vorsitzender des Städtetags in Rheinland-Pfalz ist.

WEIHNACHTSFEIER: Die Corona-Pandemie macht in vielen Betrieben auch vor den traditionellen Weihnachtsfeiern nicht halt. Teils fallen die geselligen Zusammenkünfte zum Jahresausklang aus, teils machen sich die Unternehmen und Beschäftigten auf die Suche nach Alternativen. Große Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz wie BASF, Boehringer Ingelheim, Schott und Debeka setzen dabei vor allem auf virtuelle Feiern, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

ZULASSUNG: Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit. Am Montag hatte auch der US-Konzern Moderna bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt. Die Ema will die Anträge noch im Dezember prüfen.

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