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Dreyer will Zoo Neuwied erhalten und verweist auf Hilfen

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Dreyer will Zoo Neuwied erhalten und verweist auf Hilfen

06.01.2021, 17:54 Uhr | dpa

Dreyer will Zoo Neuwied erhalten und verweist auf Hilfen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nimmt an einer Landtagssitzung teil. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) geht davon aus, dass der Tierpark in Neuwied die Corona-Krise mit den finanziellen Hilfen von Land und Bund überstehen kann. Der größte Zoo des Landes liege ihr am Herzen und die Landesregierung wolle ihn und die Arbeitsplätze erhalten, heißt es laut Staatskanzlei in einem Brief der Regierungschefin an den Oberbürgermeister von Neuwied, Jan Einig. Der CDU-Politiker hatte zuvor auf die schwierige finanzielle Situation des Zoos hingewiesen, der in der Pandemie schließen musste. Nach Ansicht mehrerer CDU-Politiker reicht die finanzielle Unterstützung von Land und Bund aber nicht.

Das Land habe eigens für Zoos und Tierparks die sogenannte Corona-Futterhilfe aufgelegt, schreibt Dreyer. Mit dieser Hilfsmaßnahme, die bereits beim ersten Lockdown zum Tragen gekommen sei, können bis zu 80 Prozent der während der Schließungstage angefallenen Futter- und Tierarztkosten ersetzt werden. Der Zoo Neuwied habe dieses Instrument 2020 auch bereits zweimal erfolgreich eingesetzt. Diese existenziellen Zuschüsse sollten auch während der jetzt beschlossenen Ausweitung des Lockdowns genutzt werden können.

Darüber hinaus könnten die Zoos aus Mitteln des Naturschutzes Förderungen erhalten und zudem auch die Hilfen vom Bund in Anspruch nehmen. Die Novemberhilfe etwa habe der Förderverein des Zoos im Dezember beantragt und eine Abschlagszahlung in Höhe von 10 000 Euro bekommen, schreibt Dreyer. Sie gehe davon aus, dass der Förderverein auch die Dezemberhilfen beantragt habe und die weiteren Hilfen für 2021 nutze.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Christian Baldauf, forderte von der Landesregierung eine Überbrückungshilfe in Höhe von 400 000 Euro für den Zoo. Der Landkreis und die Kommune könnten diese jeweils mit 50 000 Euro ergänzen. "Allein die Folgekosten einer Insolvenz wären um ein Vielfaches höher", sagte Baldauf. Darüber hinaus müsse die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) endlich die letzte Rate der Förderung der Halle im Zoo in Höhe von 50 000 Euro freigeben. "Diese wurde bereits 2018 eröffnet, eine Überweisung lässt jedoch immer noch auf sich warten!"

Die CDU-Kommunalpolitiker Pascal Badziong und Martin Hahn haben unterdessen eine Petition zur Rettung des Zoos gestartet, mit der sie sich an die Ministerpräsidentin wenden wollen. "Mehr als 80 Arbeitsplätze und das Wohl von 1800 Tieren stehen auf dem Spiel", betonten sie. Private Unterstützer hätten während des ersten Lockdowns fast 320 000 Euro für den Zoo gespendet. Dies zeige die große Unterstützung der Einrichtung.

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