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Behindertenbeauftragter für Nachbesserung der Impfverordnung

Mainz  

Behindertenbeauftragter für Nachbesserung der Impfverordnung

26.01.2021, 13:25 Uhr | dpa

Behindertenbeauftragter für Nachbesserung der Impfverordnung. Spritze mit Impfstoff

Eine Spritze mit Impfstoff gegen Covid-19 liegt in einer Schale. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern fordern ein besseres Schutzkonzept für Menschen mit Behinderung in der Corona-Pandemie. "Bei vielen Menschen mit Behinderungen gibt es Verunsicherung, wie sie in der Impfpriorisierung berücksichtigt werden", teilte Matthias Rösch, Landesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz, am Dienstag mit. "Hier muss die Impfverordnung des Bundes nachgebessert werden, um mehr Sicherheit für die Menschen mit Behinderungen zu erreichen."

Rösch ist derzeit Sprecher der Konferenz der Beauftragten von Bund und Länder für Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam mit seinen Kollegen hat er am Dienstag eine Erklärung mit den Forderungen für den Schutz von Menschen mit Behinderungen verabschiedet. Bisher seien in der Impf-Priosierung nur bestimmte Erkrankungen und Behinderungen berücksichtigt worden. Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die bisher keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz zum Verlauf einer Covid-19-Erkrankung vorliege, würden somit bei den Impfungen zunächst nicht berücksichtigt. Hier müsse die Impfverordnung angepasst werden.

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, forderte zusätzlich zur Impfstrategie einen besseren Schutz der "vulnerablen Gruppen." Er sprach sich unter anderem für eine bessere Versorgung mit FFP2-Masken aus. "Außerdem sollten Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko und deren Assistenz- und Pflegekräfte einen Anspruch auf Schnelltests haben", teilte Dusel am Dienstag mit. Impf-, Schutzmasken- und Testverordnung sollten demnach ein "sinnvolles und für alle nachvollziehbares Gesamtkonzept" bilden.

Laut rheinland-pfälzischem Sozialministerium haben viele Menschen mit Behinderung ein deutlich erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Zeitgleich sei bei ihnen das Ansteckungsrisiko höher, da sie oft von anderen Menschen gepflegt würden oder in Pflegeeinrichtungen wohnen würden.

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