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Lieferengpass: Drei Wochen keine Corona-Erstimpfungen

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Lieferengpass: Drei Wochen keine Corona-Erstimpfungen

27.01.2021, 14:31 Uhr | dpa

Lieferengpass: Drei Wochen keine Corona-Erstimpfungen. Eine Person wird geimpft

Eine Person wird geimpft. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Wegen der Lieferengpässe des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer werden in den Impfzentren in Rheinland-Pfalz in den kommenden drei Wochen ausschließlich zweite Spritzen gesetzt. Die Erstimpfungen müssten solange ausgesetzt werden, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Mittwoch in Mainz. Die gefährlichen Mutanten des Coronavirus wie die in Großbritannien verbreitete B.1.1.7 seien in Rheinland-Pfalz noch nicht nachgewiesen worden.

Über 80-Jährige und die anderen Angehörigen der Gruppe mit dem höchsten Infektionsrisiko sollten sich aber weiterhin für Impftermine registrieren lassen. Die Internetseite für die Terminvergabe sei stabil und das Call-Center in den Randzeiten und an den Wochenenden gut erreichbar, sagte Gesundheitsstaatssekretär und Landesimpfkoordinator, Alexander Wilhelm (beide SPD).

Das Bundesgesundheitsministerium habe noch keine konkreten Angaben zur Lieferung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nach dem 15. Februar gemacht und auch für den Impfstoff des US-Herstellers Moderna gebe es noch keinen konkreten Liefertermin, kritisierte Bätzing-Lichtenthäler. Das sei "zunehmend ärgerlich", weil dies die Planung erschwere.

Wenn nach dem 16. Februar alles wie zugesagt geliefert werde, sei das Ziel aber noch zu halten, allen Rheinland-Pfälzern bis nach den Sommerferien einen Impftermin anzubieten. Spätestens im 2. Quartal sei laut Bundesgesundheitsministerium mit deutlich größeren Mengen des Impfstoffs zu rechnen.

Gemeinsam mit dem Hausärzteverband werde derzeit eine Impfstrategie für bettlägerige und immobile Menschen über 80 Jahren erarbeitet, sagte Wilhelm. Die Forschung habe inzwischen ergeben, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer in speziellen Boxen doch transportfähig sei und zu Hause gespritzt werden könne. Damit könne jedoch nicht vor Mitte/Ende Februar begonnen werden.

Für Menschen mit seltenen Vorerkrankungen, die sich in keiner der vom Bund festgelegten Prioritäten für die Corona-Schutzimpfung finden, soll es bis Ende der Woche Formulare für ein Verwaltungsverfahren in Rheinland-Pfalz geben, kündigte Bätzing-Lichtenthäler an.

Ob Lehrer und Erzieher - nach den Vorgaben des Bundes in der dritten Prioritäts-Gruppe - früher geimpft werden könnten, entscheide der Bund. Vorstellbar sei dies, wenn das dritte Vakzin Astrazeneca am Freitag nicht für alle Altersgruppen zugelassen werde.

Der wohl sehr viel leichter übertragbare Coronavirus-Typ B.1.1.7 ist bereits mehrfach in Deutschland aufgetreten, in Rheinland-Pfalz sei er aber noch nicht nachgewiesen worden, sagte die Ministerin. Bei einigen größeren Ausbrüchen seien die Viren sequenziert worden, aber es habe sich kein Hinweis auf die Mutanten ergeben.

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