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Mainz: Schum-Stätten bekommen eigene App

Jüdisches Leben in Mainz  

Schum-Stätten bekommen eigene App

01.04.2021, 13:08 Uhr | dpa

Mainz: Schum-Stätten bekommen eigene App. Ausstellung zum Leben der jüdischen Gemeinde im Mittelalter im Jüdischen Museum Worms: Die historischen Städten können bald über eine App besichtigt werden. (Quelle: dpa/SchUM-Städte e.V.)

Ausstellung zum Leben der jüdischen Gemeinde im Mittelalter im Jüdischen Museum Worms: Die historischen Städten können bald über eine App besichtigt werden. (Quelle: SchUM-Städte e.V./dpa)

In diesem Jahr sollen die Orte des jüdischen Mittelalters in Mainz, Speyer und Worms als Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen werden. Eine eigene App bekommen die sogenannten Schum-Stätten schon mal. 

Einen Zugang zum jüdischen Leben am Rhein vor nahezu 1.000 Jahren vermittelt eine neue App der Schum-Stätten. Das sind jene Orte in Mainz, Speyer und Worms, die in diesem Jahr ins Unesco-Welterbe aufgenommen werden sollen. "Unabhängig vom Welterbe-Antrag möchten wir die Faszination der Orte hinaustragen", sagte die Geschäftsführerin des Schum-Vereins, Susanne Urban, bei der Vorstellung der App.

Die neue mobile Software erscheint eineinhalb Jahre nach einer ersten App zum jüdischen Worms mit leicht verständlichen Zugängen zum Heiligen Sand, dem historischen jüdischen Friedhof in Worms, sowie zur Synagoge und zur Mikwe, dem 1185/86 gestifteten Bad zur rituellen Reinigung vor der spirituellen Begegnung mit Gott. Die App "Schum am Rhein" ist umfassender angelegt und integriert einen Audio-Guide zu der im September 2020 eröffneten Ausstellung im Jüdischen Museum von Worms.

Rundgang durch Magenza folgt Anfang 2022

Ende April sollen Bilder und Informationen zum Judenhof in Speyer hinzukommen. Anfang nächsten Jahres ist dann noch ein Spaziergang durch Magenza geplant, das mittelalterliche jüdische Mainz. Magenza bildet den letzten Buchstaben im Namen der Schum-Stätten – der hebräische Anfangsbuchstabe Schin steht für Schpira (Speyer), das U oder hebräisch Waw für Warmaisa (Worms).

Der Wormser Ausstellungsrundgang rückt einzelne Objekte in den Blick wie einen Schlüssel der Wormser Synagoge oder die Urkunde von König Heinrich IV. vom Januar 1074, in der den "Juden und übrigen Wormsern" Zollfreiheit im Handel eingeräumt wurde. Zur Blüte der jüdischen Gelehrsamkeit stellt die App den 1040 geborenen Bibel-Kommentator Schlomo ben Jizchak, genannt Raschi, vor, der in Mainz und Worms studierte.

Das Verfahren zum Unesco-Antrag für die Orte des jüdischen Mittelalters in Worms, Mainz und Speyer soll im Sommer abgeschlossen werden. Dann kommt das Welterbe-Komitee der Unesco vom 16. bis zum 31. Juli zu Online-Beratungen zusammen, um über den Antrag zu entscheiden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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