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Deeskalationstraining für Rettungskräfte

Mainz  

Deeskalationstraining für Rettungskräfte

04.04.2021, 08:51 Uhr | dpa

Weil die Gewalt gegen Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei zunimmt, bietet der Verein "Helfer sind tabu" Schulungen für das Personal in Rheinhessen an. An insgesamt sechs Tagen erhalten die Kräfte ein Kommunikations- und Deeskalationstraining. Drei Tage Online-Unterricht hätten vor kurzem stattgefunden, im Juni seien drei Präsenztage geplant, erklärte Johannes König vom Verein "Helfer sind tabu" der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des Vereins ist es die vierte Multiplikatoren-Schulung in der Region Rheinhessen.

"Die Teilnehmer werden zu Trainern ausgebildet, die wiederum andere Rettungskräfte schulen können", erklärte König. Hintergrund ist eine Studie, die beleuchten soll, ob und wie Gewalt gegen Einsatzkräfte und Polizisten zu- oder abnimmt, wenn sie die erlernten Maßnahmen umsetzen. Außerdem wird König zufolge die Anzahl der Übergriffe erfasst. "Die Menschen sind ungeduldiger geworden, wir werden häufiger beleidigt", sagte er.

Wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervorgeht, hat die Gewalt gegen Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und Feuerwehr in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren zugenommen. Wurden 2015 noch 77 Gewaltdelikte gegen Mitarbeiter der Rettungsdienste registriert, waren es 2019 bereits 117. In der Mehrzahl der Fälle handelte es sich dabei um tätliche Angriffe, Widerstand, Bedrohung und Nötigung.

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