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Mainz: Plenarsaal im Landesmuseum soll erhalten bleiben

Nach Baustellen-Provisorium  

Plenarsaal im Mainzer Landesmuseum soll erhalten bleiben

23.04.2021, 14:33 Uhr | dpa

Mainz: Plenarsaal im Landesmuseum soll erhalten bleiben. Das Landesmuseum in Mainz (Archivbild): Dort tagte jahrelang wegen einer Baustelle im eigentlichen Gebäude der Landtag von Rheinland-Pfalz. (Quelle: imago images/brennweiteffm)

Das Landesmuseum in Mainz (Archivbild): Dort tagte jahrelang wegen einer Baustelle im eigentlichen Gebäude der Landtag von Rheinland-Pfalz. (Quelle: brennweiteffm/imago images)

Wegen Bauarbeiten war der Mainzer Landtag jahrelang im Landesmuseum untergebracht. Nun kann er an seinen ursprünglichen Ort zurückkehren. Doch die Regierung möchte, dass ein Teil im Museum bleibt.

Ungeachtet der Kritik halten die rheinland-pfälzische Landesregierung und der Landtag an den Plänen fest, den Interims-Plenarsaal im Mainzer Landesmuseum als ständigen "Ort der Demokratie" einzurichten. Das geplante "Museumscarré" solle "kulturelle Highlights und politische Bildung" zukünftig im Landesmuseum gemeinsam unter einem Dach vereinen, erklärten das Kulturministerium und die Landtagsverwaltung am Freitag in Mainz.

Fünf Jahre war der Landtag Rheinland-Pfalz wegen Bauarbeiten zu Gast im Landesmuseum in Mainz – nach Abschluss der Sanierung im historischen Deutschhaus werden die Abgeordneten wieder dorthin zurückkehren. In der Steinhalle des Museums war der Plenarsaal errichtet worden. Dieses Ensemble soll nach Ansicht von Regierung und Landtag auch in Zukunft bleiben und einen Ort der politischen Bildung schaffen.

Archäologe findet Steinhalle nicht geeignet

Der Deutsche Verband für Archäologie und der Deutsche Archäologen-Verband hatten in einem Brief an Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) erklärt, es sei zwar fraglos richtig, Jugendlichen ebenso wie anderen Gruppen der Bevölkerung einen authentischen Raum zu bieten, in dem Demokratie erlebbar werde. "Wir sind jedoch dezidiert der Ansicht, dass die Steinhalle in Mainz hierfür definitiv nicht die geeignete Lokalität ist."

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) (Archivbild): Der Deutsche Verband für Archäologie hat sich in einen Brief an Hering gewandt (Quelle: dpa/Arnold)Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) (Archivbild): Der Deutsche Verband für Archäologie hat sich in einen Brief an Hering gewandt

Die einstige kurfürstliche Reithalle sei für sich genommen schon ein Baudenkmal ersten Ranges, erklärten die Archäologen. Darüber hinaus ermögliche die Ausstellung römischer Steindenkmäler wie die Jupitersäule für Kaiser Nero eine besonders authentische Zeitreise.

Das Landesmuseum gehört dem Land. Die Sammlung der rund 2.000 römischen Steindenkmäler, von denen bis 2016 etwa 300 in der Steinhalle des Museums gezeigt wurden, gehörte hingegen ursprünglich dem Mainzer Altertumsverein und wurde dann der Stadt übertragen. In einem Vertrag vom Januar 1967 wurde die Sammlung dem Land als Dauerleihgabe überlassen – mit der vertraglichen Vorgabe, die Sammlung der Öffentlichkeit wie der Wissenschaft zugänglich zu machen und öffentlich zu präsentieren. Wo dies geschehen soll, wurde allerdings nicht vertraglich festgehalten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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