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DGB fordert besseren Schutz von Saisonkräften

Mainz  

DGB fordert besseren Schutz von Saisonkräften

23.04.2021, 14:40 Uhr | dpa

DGB fordert besseren Schutz von Saisonkräften. DGB-Landeschef Dietmar Muscheid

Dietmar Muscheid, DGB-Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz und Saarland, lächelt. Foto: Lukas Görlach/dpa (Quelle: dpa)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Rheinland-Pfalz hat einen besseren Schutz für die Erntehelferinnen und Erntehelfer gefordert. "Ohne die Saisonbeschäftigten aus Rumänien, Polen oder Bulgarien gibt es keinen Spargel, keine Erdbeeren und keinen Wein", sagte der DGB-Vorsitzende für Rheinland-Pfalz/Saarland, Dietmar Muscheid, am Freitag. "Aber in der Landwirtschaft gilt das Credo: Billig müssen die Arbeitskräfte sein", kritisierte er.

Der Bundesregierung warf er vor, vor der Landwirtschaftslobby eingeknickt zu sein und einer Umgehung der Sozialversicherungspflicht für vier Monate Tür und Tor geöffnet zu haben. "Wir lehnen diese missbrauchsanfällige Regelung ab." Sie sei ursprünglich für die Ferienzeit von Schülern und Studenten gedacht gewesen und müssen auch wieder darauf begrenzt werden. Zugleich kritisierte er, dass die Bundesregierung auch bei Hygieneregelungen für die Unterbringung der Saisonkräfte Schlupflöcher gelassen habe.

Der Bundestag hatte am Donnerstagabend Änderungen am Sozialgesetzbuch beschlossen, wonach Saisonarbeiter statt 70 bis zu 102 Tage sozialversicherungsfrei beschäftigt werden dürfen. Die Verlängerung helfe unter anderem, in der Corona-Pandemie häufige Personalwechsel zu vermeiden, begründeten CDU und SPD die Regelung.

Nach Angaben Muscheids betrifft die Ausweitung der sozialversicherungsfreien Beschäftigung auf 102 Tage nicht nur die Landwirtschaft. So habe es im vergangenen Juni in Rheinland-Pfalz auch 1645 Beschäftigte im Bereich der Lagerwirtschaft, Post und Zustellung sowie 501 in der Gastronomie gegeben, die nach dieser Regelung monatelang sozialversicherungsfrei gearbeitet hätten. Auch da sei der Großteil der Beschäftigten aus osteuropäischen EU-Ländern gekommen.

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