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Trabert will soziale Themen in Bundestagswahlkampf bringen

Mainz  

Trabert will soziale Themen in Bundestagswahlkampf bringen

08.05.2021, 16:55 Uhr | dpa

Trabert will soziale Themen in Bundestagswahlkampf bringen. Der Sozialmediziner Gerhard Trabert

Der Sozialmediziner Gerhard Trabert. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert kandidiert für den Bundestag. Der Kreisverband der Linken Mainz/Mainz-Bingen stellte ihn einstimmig als parteilosen Direktkandidaten auf, wie die Partei am Samstag mitteilte. "Ich denke nicht, dass ich das Direktmandat gewinne", sagte Trabert am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wenn ich eine Chance habe, als Parteiloser meine Stimme für soziale Gerechtigkeit, für sozial benachteiligte Menschen und für Geflüchtete einzubringen, will ich das auch nutzen."

Der 64-jährige Mediziner ist Gründer und Vorsitzender des Vereins Armut und Gesundheit, der unter anderem eine mobile medizinische Hilfe für Obdachlose betreibt. Trabert setzt sich regelmäßig vor Ort für Geflüchtete ein, etwa in Syrien, auf der griechischen Insel Lesbos und in Bosnien. Ende Juli oder Anfang August will er mit einem Schiff der Initiative Resqship Bootsflüchtlingen im Mittelmeer beistehen. Davon werde er sich auch in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs nicht abbringen lassen, sagte Trabert.

"Ich bin parteilos, ich bleibe parteilos", betonte der Mediziner, der auch nicht auf der Landesliste der Linken kandidiert. "Ich bin ein linker, grüner, in Teilen sozialdemokratischer, parteiloser Kandidat", sagte Trabert. Mit Blick auf den Wahlkampf hoffe er, bei den drängenden sozialen Themen auch parteiübergreifend Akzente setzen und Debatten anstoßen zu können.

"Wir werden gemeinsam eine Kampagne gestalten, die den Fokus auf soziale Fragen richtet - gerade in der Coronakrise ist das besonders wichtig", erklärte Hendrik Barka Laufer vom Kreisverband der Linken. Trabert habe gute Chancen, das Direktmandat mit ihrer Unterstützung als parteiloser Kandidat zu holen.

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