Sie sind hier: Home > Regional > Mainz >

Kleines Fußballwunder: Heidel sieht "historischen Moment"

Mainz  

Kleines Fußballwunder: Heidel sieht "historischen Moment"

15.05.2021, 20:21 Uhr | dpa

Kleines Fußballwunder: Heidel sieht "historischen Moment". Christian Heidel

Christian Heidel spricht. Foto: Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Kamera wackelte, laute Jubelschreie hallten durch den kleinen mannschaftsinternen Public-Viewing-Saal und Stühle wurden vor Freude in die Höhe gereckt: Als das kleine Fußballwunder des FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag ohne eigenes Zutun perfekt war, gab es kein Halten mehr. Die Rheinhessen haben ihre furiose Aufholjagd vorzeitig gekrönt und spielen auch in der Saison 2021/22 in der Fußball-Bundesliga. "Dieser Klassenerhalt ist eine Gemeinschaftsleistung von allen Beteiligten, die die gesamte Rückrunde zusammengehalten haben", sagte Sportvorstand Christian Heidel.

Schon am 33. Spieltag und noch vor dem eigenen Spiel gegen den neuen Pokalsieger Borussia Dortmund am Sonntagabend (18.00 Uhr/Sky) stand damit fest, woran im Winter kaum noch jemand richtig glaubte. Unter dem neuen Trainer Bo Svensson ist eine phänomenale Rückserie gelungen, die nun endgültig belohnt wurde.

Jener Zusammenhalt sei "sein Wunsch" und "alternativlose Voraussetzung" gewesen, betonte Heidel. "Genauso ist es gekommen, es war Ruhe im Club, und der ganze Fokus galt dem Sport. Das war Mainz 05, ist Mainz 05 und muss Mainz 05 bleiben." Anders als die Rivalen aus Köln, Bielefeld oder Augsburg mussten die Rheinhessen in der Rückserie nicht noch einmal neu justieren oder gar den Trainer wechseln, denn seit dem Jahresstart war eine ideale personelle Führungskonstellation gegeben.

Der abgeklärte Svensson, früher selbst Profi in Mainz, verkörperte die nötige Souveränität und machte aus dem klaren Abstiegskandidaten ein Team mit jeder Menge defensiver Stabilität. Dass im Winter in Jean-Philippe Mateta auch noch der mit Abstand beste Torjäger ging, brachte Svensson nicht aus der Ruhe, er setzte aufs Kollektiv und den Mainzer Geist, den nun auch Heidel öffentlich beschwor.

Heidel und Sportdirektor Martin Schmidt, der früher selbst bei den 05ern als Trainer an der Seitenlinie stand, sprachen Svensson schon bei dessen Amtsantritt das uneingeschränkte Vertrauen aus und gaben ihm einen ligaunabhängigen Vertrag bis 2024. Mit der möglichen Rettung auf dem Sofa konfrontiert, sagte der 41 Jahre alte Däne schon am Freitag: "Dann hätten wir etwas Brutales geschafft und würden das ein wenig feiern." So sahen die verwackelten Bilder vom Samstag dann auch aus.

Mit seinen Erfolgen hat sich Svensson auch für noch bessere Vereine empfohlen. Doch auf eine Ausstiegsklausel hatte er bei Unterzeichnung des Vertrags verzichtet. "Für mich persönlich wäre es komisch, wenn ich sage, ich unterschreibe bei Mainz 05 dafür, dass wir zusammen etwas aufbauen wollen und gleichzeitig sage ich mit einer Ausstiegsklausel: Wenn sich die Lage in zwölf Monaten schneller verbessert, möchte ich schon raus", sagte Svensson dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dies sei "nie eine Überlegung" gewesen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal