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Kontrollen und Umleitungen in Bayern wegen des G7-Treffens

Von dpa
Aktualisiert am 23.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Beamte der Bundespolizei bei einer Kontrolle an der Autobahn (Symbolbild): An der österreichischen Grenze kann es Verzögerungen geben.
Beamte der Bundespolizei bei einer Kontrolle an der Autobahn (Symbolbild): An der österreichischen Grenze kann es Verzögerungen geben. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-bilder)
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Wer in den nächsten Tagen mit dem Auto in Richtung Süden fahren will, der sollte Bayern großzügig umkurven. Grund ist der G7-Gipfel im Luxushotel Schloss Elmau am Fuße des Wettersteingebirges.

Kanzler Olaf Scholz ist von Sonntag bis Dienstag (26. bis 28. Juni) Gastgeber des G7-Gipfels der sieben führenden demokratischen Industrienationen, auch US-Präsident Joe Biden reist an. Und wo Staatskarossen und Hubschrauber verkehren, da hat es Otto-Normalsprit-Verbraucher eher schwer. Es gibt Kontrollen, weiträumige Umleitungen und es drohen Staus. Also: Entweder den Zug nehmen oder im Schwarzwald wandern – zum Beispiel zum Siebenfelsen im Landkreis Emmendingen.

Der Gipfel in Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wirkt sich auf den Verkehr bis in den Norden Bayerns und nach Österreich aus, heißt es bei der bayerischen Polizei. Für den überregionalen Reiseverkehr werden an den großen Autobahnkreuzen bei Würzburg, Nürnberg, Feuchtwangen, Ulm, Memmingen und im Großraum München großräumige Umfahrungen ausgeschildert sein.

Grundsätzlich gilt: Wer aus dem Norden Baden-Württembergs kommt und nach Österreich will, sollte die A7 über Ulm und Füssen nehmen. Und: Verkehrsfunk hören bietet sich in den vier Tagen besonders an. Außerdem sollte man mehr Zeit einplanen, denn an der Grenze gibt es Kontrollen. "Wir bitten die Reisenden, für eine zügige Abwicklung ihre Dokumente griffbereit zu haben", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Man will gewaltbereite Demonstranten vorab aus dem Verkehr ziehen.

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Die Deutsche Bahn in Baden-Württemberg erwartet keine Störungen im Fernverkehr, die Menschen aus dem Südwesten betreffen könnten. Wer mit dem Zug nach Österreich will, wird an der Grenze ebenfalls lediglich kontrolliert. Nur wer unbedingt zum Wandern ins südlichste Bayern will, könnte es schwer haben. Zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald fahren während der Gipfeltage keine Züge. Es gibt aber Ersatzbusse.

Der Luftraum wird zwar eingeschränkt, aber die gute Nachricht ist: Linienflugzeuge und Urlaubsflieger sind nicht betroffen. Wer also aus dem Südwesten von München oder Memmingen aus wegfliegen will, wird am Flughafen keine Probleme haben. Nur der Hinweg mit dem Auto könnte eben länger dauern.

Ein Verbot gilt während der Gipfeltage für auf Sicht fliegende Sportflugzeuge, aber auch für Drachen- und Gleitschirmflieger. Sie müssen während der Ankunft und der Abreise der Staats- und Regierungschefs über viele Stunden am Boden bleiben - und das von Ingolstadt an der Donau bis zur italienischen Staatsgrenze.

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Ein Kommentar von Jennifer Lichnau, München
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