Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeRegionalMünchen

Direkt im Familiengarten: Wolf tötet Schaf in Bayern


Wolf kommt bis ans Haus und reißt ein Schaf im Garten

Von Klaus Wiendl

Aktualisiert am 22.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Demo des Bayerischen Bauernverbands (BBV) in München (Archivbild): Den Bauern ist der Wolf ein Dorn im Auge.
Demo des Bayerischen Bauernverbands (BBV) in München (Archivbild): Den Bauern ist der Wolf ein Dorn im Auge. (Quelle: Ralph Peters/imago images)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextStar-Anwalt will Schuhbeck rettenSymbolbild für einen TextTeures Bier: Brauer erwarten AufschreiSymbolbild für einen TextMünchen bekommt Diesel-Verbot ohne VerbotSymbolbild für einen TextToter Millionärssohn: Daher kam das VermögenSymbolbild für einen TextMoshammer-Mörder wird abgeschobenSymbolbild für einen TextMünchner Millionärssohn totSymbolbild für einen TextMaskenaffäre: Andrea Tandler in U-HaftSymbolbild für einen TextSchockanrufe: Münchner Polizei gehen mehrere Geldabholer ins NetzSymbolbild für einen TextMillionengrab: Gasteig ohne InvestorSymbolbild für einen TextKleinlaster rammt Radlerin – tot

In Bayern sind noch verhältnismäßig wenige Wölfe unterwegs. Doch nun hat einer zugeschlagen – ganz in der Nähe eines Wohnhauses.

Die Fälle häufen sich im beschaulichen Ammertal: Immer mehr Wölfe werden in den oberbayerischen Landkreisen Garmisch und Weilheim gesichtet. Doch dabei bleibt es nicht. Anfang November reißt offenbar ein Wolf ein Schaf nur 20 Meter von einem Haus entfernt. Eltern und Kinder haben nun Angst vorm "bösen Wolf".

Aus Sicht der Landwirte ist es eine "gefährliche Entwicklung", sagt Wolfgang Scholz, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), auf Nachfrage von t-online. Denn der Riss eines Schafs durch einen Wolf ist kein Novum im Landkreis Weilheim-Schongau. Diesmal ist der Fall schwerwiegender, denn der Wolf kam nun im "Erholungsort" Böbing einem Wohnhaus ungewöhnlich nahe. Der Ort mit 2.000 Einwohnern liegt im idyllischen Pfaffenwinkel. Und es geschah offenbar nicht mitten in der Nacht, sondern morgens gegen 8.30 Uhr, berichtet Scholz stellvertretend für die Familie, die anonym bleiben möchte.

Wolf schlägt im Ammertal zu: Totes Schaf war noch warm

Die Familie sei auf dem Weg zur Stallarbeit gewesen, als nur 20 Meter vom Haus entfernt das gerissene Schaf im eingezäunten Garten entdeckt wurde. Sofort sei laut Scholz ein Jäger kontaktiert worden. "Dieser stellte fest, dass der Kadaver noch warm war." Dies habe die Familie "natürlich sehr beunruhigt", da der Wolf kurz vorher das Zuchttier gerissen haben muss. "Vielleicht hat ihn die Familie unwissentlich verjagt." Verständlicherweise hätten die Kinder nun Angst. "Man tue sich schwer, die Kinder zum Spielen nach draußen zu lassen", zitiert Scholz die Eltern.

Ein Mitglied des Netzwerks "Große Beutegreifer" habe die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. "Erste Ergebnisse der Genanalyse bestätigen einen Wolf als Verursacher", wird das zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) im "Merkur" zitiert. Wolfssichtungen gab es unweit von Böbing im Alpenvorland schon einige. Vor zwei Jahren tappte der erste Wolf in eine Fotofalle. Am 10. September dieses Jahres erfasste die Wildtierkamera gleich zwei der Tiere auf einem Foto. Aufgestellt hatte sie ein privater Jagdpächter unweit des Murnauer Mooses im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

"Die Wölfe breiten sich aus"

Das zweite Bild entstand in unmittelbarer Nähe am 23. September. Diesmal war es nur ein Tier. "Wahrscheinlich sind es insgesamt drei Wölfe, die hier unterwegs sind", sagt Anton Degele, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Bad Kohlgrub zu t-online. Wenn die zwei Wölfe auf dem Foto ein Pärchen wären, so Degele, dann würde es bald noch mehr hier geben. Ein Wurf bestehe erfahrungsgemäß aus vier bis fünf Welpen: "Die Wölfe breiten sich aus. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Population steigt".

Eine Kehrtwende im Umgang mit dem Wolf fordert daher Bauernfunktionär Scholz im "Merkur": "Er muss bejagt werden dürfen, damit er wieder lernt, vor dem Menschen Angst zu haben."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Gespräche mit Wolfgang Scholz (BBV) und Anton Degele, Jagdgenossenschaft Bad Kohlgrub
  • merkur.de: "Kinder trauen sich nicht mehr raus, Landwirte in Aufruhr: Wolf reißt Schaf nur 20 Meter von Haus entfernt"
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Die schönsten Rodelstrecken in Bayern
Von Christof Paulus, Alexander Spöri
Von Christof Paulus

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website