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Bayerischer Minister Hubert Aiwanger geht Veganer mit Insekten-Tweet an


Bayerischer Wirtschaftsminister regt mit Schnee-Post auf

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 22.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Endlich Schnee: Minister Aiwanger nutzt das gleich für einen polarisierenden Twitter-Beitrag.Vergrößern des BildesEndlich Schnee: Minister Aiwanger nutzt das gleich für einen polarisierenden Twitter-Beitrag. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa)
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Wochenlang war es viel zu warm, auf den Pisten sah es traurig aus. Jetzt schneit es endlich – und Hubert Aiwanger dreht gleich voll auf.

"Hallo Grüne", hat der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in einem Twitter-Beitrag in triumphierendem Tonfall geschrieben. "Schon mitbekommen, dass Petrus die Schneekanone wieder eingeschaltet hat? Natürlichen Schnee gibt es ja nach Eurer Ideologie nicht mehr."

Unter dem Beitrag stapeln sich inzwischen die Kommentare. Und der Tenor ist eindeutig. Noch mit am nettesten ist die Antwort von Podcast-Produzent Jochen Domenicus: "Ihre Tweets sind sehr komisch", konstatiert er.

Kritik an Aiwanger: "Sie wissen doch, dass das Unsinn ist"

Andere schreiben Dinge wie: "Ich weiß, Sie mögen es gern unterkomplex." Oder: "Sollte das mit dem Dry January mal ernst nehmen, der Gute."

Einige äußern auch ihr Unverständnis. "Ich glaube nicht, dass Sie dumm sind. Sie wissen doch ganz genau, dass das völliger Unsinn ist", kommentiert ein User. Und manche versuchen, ruhig zu bleiben und dem Minister sachlich etwas zu erklären: "Es gibt natürlichen Schnee", formuliert ein Kommentator. "Früher von Dezember bis April." Jetzt werde die Saison aber zum Leidwesen von Gastronomen und Skiliftbetreibern immer kürzer.

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Aiwanger setzt mit Insekten-Tweet noch einen drauf

Aiwanger lässt sich davon nicht irritieren. Im Gegenteil: Er fand seinen samstäglichen Beitrag zur Debatte offenbar selbst so wertvoll, dass er ihn gleich noch einmal retweetete. So hat er ihn in seiner Profil-Timeline wieder nach oben geholt und weitere Aufmerksamkeit erzeugt.

Auch mit einem anderen Beitrag hat der Stellvertreter von Markus Söder im bayerischen Kabinett am Wochenende einen Erregungs-Volltreffer gelandet. "Wir haben es satt", twitterte er, "dass Fleischverzehr von Rind/Schwein/Geflügel kritisiert wird, aber Insekten ins Essen sollen. Früher wurde ein Lebensmittelbetrieb bei Mehlwürmern und Schaben geschlossen, heute soll es 'in' sein, damit Veganer ihr tierisches Eiweiß bekommen."

Eine der beliebtesten Antworten darauf: "Ich fordere einen Drogentest für Hubert Aiwanger."

"Die EU mischt nicht heimlich Insektenpulver in den Kuchenteig"

Wieder versuchen manche, mit rationalen Erklärungen bei Aiwanger durchzudringen. Sie erklären ihm, dass Veganer gar keine Insekten essen, weil Insekten ja Tiere sind und Veganer eben weder Tiere noch tierische Produkte zu sich nehmen. Antwort Aiwanger: "Eventuell müssen die Insekten im Essen gar nicht deklariert werden und Sie essen sie, ohne es zu wissen." Und dann wird es noch wilder. Aiwanger verschwörerisch: "Vielleicht wird das ja aus 'Fürsorge' gemacht, damit jeder genügend tierisches Eiweiß bekommt."

Das ist natürlich Unsinn. Die Europäische Kommission erklärte bei Twitter jüngst "aus Gründen": "Ja: In der EU sind vier Insekten als Lebensmittel zugelassen. Ja: Die Produkte müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Nein: Niemand wird gezwungen, Insekten zu essen. Nein: Die EU mischt nicht heimlich Insektenpulver in den Kuchenteig."

Für viele stellt sich nun die Frage: Wieso schreibt Aiwanger so etwas? Glaubt er seinen eigenen Worten eigentlich selbst? Der Journalist Sepp Reitberger, Chefredakteur des Technikmagazins "Chip", hat eine Vermutung: "Das nennt man bei den Freien Wählern Wahlkampf", erklärt er bei Twitter. "Der Mann braucht bei der Landtagswahl gute zehn Prozent, das könnte mit seiner Art des Wahlkampfes sogar klappen. Alles andere interessiert ihn nicht."

Verwendete Quellen
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