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Pasing: 16-Jähriger stürzt im Rausch vor einfahrenden Zug


Tragischer Unfall: 16-Jähriger stürzt vor einfahrenden Zug

Von t-online, cgo

29.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Am Dienstagabend wurde ein 16-Jähriger in Pasing von einer Regionalbahn erfasst.Vergrößern des BildesAm Dienstagabend wurde ein 16-Jähriger in Pasing von einer Regionalbahn erfasst. (Quelle: Bundespolizei)
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Am Dienstag wurde ein Jugendlicher in Pasing schwer verletzt. Er war berauscht auf ein Gleis gestürzt – eine einfahrende Bahn konnte nicht mehr bremsen.

Am Dienstagabend hatte sich ein 16-jähriger Junge gemeinsam mit einem 18-Jährigen am Pasinger Bahnhof aufgehalten. Gemeinsam konsumierten die jungen Männer dort Lachgas. Plötzlich rannte der jüngere der beiden unvermittelt los und lief am Bahnsteig einem einfahrenden Zug entgegen. Aus unbekannten Gründen kam er dabei ins Straucheln und geriet mit dem Oberkörper zwischen zwei Zugteile der Richtung Allgäu verkehrenden Regionalbahn.

Der mit rund 40 km/h fahrende Zug erfasste den 16-Jährigen aus Bayersoien, Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Der Lokführer hatte den Vorfall nicht bemerkt, war mit einer Betriebsbremsung mit dem Zug am Gleis 4 über dem Verunfallten zum Stehen gekommen.
Die alarmierten Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr München bargen den schwer Verletzten unter Einbeziehung eines Notarztes.

Jugendlicher musste in der Nacht notoperiert werden

Der 16-Jährige erlitt bei seinem Sturz eine einseitig offene Unterschenkelfraktur und eine Hüftverletzung. In der Nacht versuchten die Ärzte in einem Münchner Klinikum das Bein des Verunglückten mit einer Notoperation zu retten. Bislang ist nicht klar, ob der Eingriff erfolgreich verlief.

Wegen der Rettungsmaßnahmen waren die Gleise 2 bis 5 am Pasinger Bahnhof eine knappe Stunde gesperrt. Dadurch kam es zu Verzögerungen im betrieblichen Betriebsablauf des Regional- und S-Bahnverkehr.
Bei dem Vorfall handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen Unglücksfall. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder eine suizidale Handlung liegen nicht vor.

Polizei warnt: So gefährlich ist der Konsum von Lachgas

Ausdrücklich warnt die Bundespolizei vor dem Konsum von Lachgas (Distickstoffmonoxid). Das farbloses Gas aus der Gruppe der Stickoxide wurde vor allem als Inhalationsanästhetikum bekannt. Besondere Gefahren bestehen beim Gebrauch als Rauschmittel.

Inhaliert man Lachgas pur - z. B. aus abgefüllten Ballons - können als Folgen Störung des emotionalen Erlebens, Verwirrtheit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schluckauf und Blutdruckabfall auftreten. Bei hohen Mengen kommt es zu einer Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff, in deren Folge Kreislaufstillstand, schwere Lähmungen bis hin zur Querschnittslähmung, Hirnschäden und der Tod möglich sind. In der Drogenszene findet Lachgas wegen seiner dissoziativen Wirkung und der leichten Verfügbarkeit Verwendung.

Der Rausch dauert etwa 30 Sekunden bis 3 Minuten an. Es kommt zu dissoziativen Effekten, wie starker Veränderung der Geräuschwahrnehmung, Kribbeln in den Gliedmaßen, Entspannung der Muskeln, traumartigen Halluzinationen und Wohlempfinden.

Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der Bundespolizei, 29. November 2023
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