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Gnabry zu Real? Darum wird er Bayern nicht verlassen

Von fcb-inside-Redakteur Vjeko Keskic

Aktualisiert am 31.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Serge Gnabry geht seit 2018 für den FC Bayern auf Torejagd, war zuvor an Hoffenheim ausgeliehen.
Serge Gnabry geht seit 2018 für den FC Bayern auf Torejagd, war zuvor an Hoffenheim ausgeliehen. (Quelle: Langer/imago-images-bilder)
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Bleibt Serge Gnabry beim FC Bayern oder verlässt er den Rekordmeister möglicherweise schon im Sommer? Sein Vertrag läuft noch bis 2023 – und könnte schon bald verlängert werden.

Serge Gnabry wird schon seit geraumer Zeit mit einem vorzeitigen Abschied vom FC Bayern in Verbindung gebracht. Grund dafür sind die stockenden Vertragsverhandlungen mit den Münchnern. Vor allem Real Madrid soll großes Interesse haben. Ein Wechsel zu den Königlichen im Sommer erscheint jedoch sehr unwahrscheinlich und dafür gibt es gute Gründe.

Dieser Artikel stammt von einem Autor des Newsportals "fcbinside.de": Vjeko Keskic gründete 2019 die Seite von Bayern-Fans für Bayern-Fans. Der unabhängige Onlineauftritt berichtet täglich über das aktuelle Geschehen beim deutschen Rekordmeister.

Auch wenn Gnabry erst 26 Jahre alt ist, gehört er zu den erfahrenen Profis beim FC Bayern. Der Flügelstürmer wechselte im Sommer 2017 von Werder Bremen an die Isar und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Stammspieler und Leistungsträger entwickelt.

Wie lange der deutsche Nationalspieler noch für den Rekordmeister spielen wird, ist offen. Vertraglich ist Gnabry bis 2023 an die Münchner gebunden. Die Gespräche verlaufen jedoch sehr schleppend. Klub und Spieler verhandeln bereits seit Monaten, eine Einigung ist nach wie vor nicht in Sicht.

Aktuell machen Meldungen die Runde, wonach Real Madrid den Rechtsaußen ins Visier genommen hat und einen Anlauf im Sommer wagen könnte, sollte es zu keiner Verlängerung mit den Bayern kommen.

Es gibt jedoch keinen Grund, weder für Gnabry noch für den FC Bayern, dass sich die Wege am Ende der Saison vorzeitig trennen.

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Die Zahlen sprechen für sich

Während beim FC Bayern oftmals Spieler wie Robert Lewandowski, Thomas Müller oder Manuel Neuer im Vordergrund stehen, können sich auch die Zahlen von Serge Gnabry durchaus sehen lassen. Der 26-Jährige hat bisher 162 Spiele für den FCB absolviert und kommt auf 99 Torbeteiligungen. Im Schnitt ist Gnabry damit mindestens in jedem zweiten Bayern-Spiel direkt an einem Treffer beteiligt.

Besonders bemerkenswert ist dabei dessen Konstanz: Gnabry hat in den vergangenen vier Spielzeiten mindestens zehn Treffer erzielt bzw. knapp 20 Scorerpunkte pro Saison gesammelt. In der Saison 2019/20 kam der Offensiv-Allrounder auf 23 Tore und 14 Vorlagen und war damit maßgeblich an dem Sextuple beteiligt.

Mit 21 Torbeteiligungen in 36 Partien spielt der DFB-Star auch in der laufenden Spielzeit stark auf. Ein Gnabry-Verkauf wäre sicherlich ein herber sportlicher Rückschlag für die Bayern.

Gnabry ist Teil der „New Gen“ beim FC Bayern

Unabhängig von den reinen Zahlen, Daten und Fakten gibt es jedoch einen weiteren wichtigen Grund, warum ein Abschied von Gnabry im Sommer sehr unwahrscheinlich ist. Der gebürtige Stuttgarter ist Teil der sogenannten New Gen beim FCB. Dazu gehören Spieler wie Leon Goretzka, Joshua Kimmich oder Leroy Sané. Das ist jene Generation, welche das Erbe von Neuer, Müller und Lewandowski antreten soll. Gnabry & Co. sollen dabei nicht nur auf dem Platz den Ton angeben, sondern auch abseits davon.

Gnabry fühlt sich eigenen Aussagen zufolge sehr wohl in München und ist sehr beliebt innerhalb der Mannschaft. Dem Vernehmen nach möchte der Außenstürmer die Bayern überhaupt nicht verlassen, sondern gemeinsam mit seinen Freunden Kimmich, Sané und Goretzka weitere Titel gewinnen. Das Trio kann und soll gemeinsam eine neue Ära in München prägen.

Real Madrid hat keinen Bedarf

Last but not least, muss man auch einen Blick auf den aktuellen Kader von Real Madrid werfen. Dabei wird man schnell feststellen, dass die Blancos in der Offensive keinen wirklichen Bedarf haben. Selbst wenn Gareth Bale und Eden Hazard den Klub im Sommer verlassen sollten, vor allem bei Bale sieht alles danach aus, hat man mit Vinicius Junior, Marco Asensio, Isco und Rodrygo vier weitere Spieler für die offensiven Außenbahnen. Letzterer ist erst 21 Jahre jung und wechselte 2019 für stolze 45 Millionen Euro vom FC Santos nach Madrid. Auch Lucas Vazquez interpretiert seine Rolle als Rechtsverteidiger sehr offensiv und hat in dieser Saison bereits des Öfteren als Rechtsaußen gespielt.

Klar ist auch: Gnabry genießt sicherlich keine Priorität in der spanischen Hauptstadt. Real hat mit Kylian Mbappé und Erling Haaland zwei andere Wunschspieler fest im Visier. Der Wechsel von PSG-Star Mbappé, der im Sommer ablösefrei zu haben ist, gilt bereits als sicher. Bei Haaland müsste Real deutlich tiefer in die Tasche greifen. Gerüchten zufolge kostet das Gesamtpaket (Ablöse, Gehalt, Handgelder) mehr als 300 Millionen Euro. Es ist fraglich, ob die Spanier in der Lage wären, weitere 60 bis 70 Millionen Euro für Gnabry aufzubringen.

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