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Hohe Kälbersterblichkeit in umstrittenem Milchviehbetrieb

München  

Hohe Kälbersterblichkeit in umstrittenem Milchviehbetrieb

18.07.2019, 13:35 Uhr | dpa

Hohe Kälbersterblichkeit in umstrittenem Milchviehbetrieb. Tierschützer demonstrieren gegen Viehhaltung

Gegen mutmaßliche Tierquälerei in einem Milchviehbetrieb demonstrieren mehrere hundert Tierschützer. Foto: Benjamin Liss/Archivbild (Quelle: dpa)

In dem unter Tierquälerei-Verdacht stehenden Milchviehbetrieb im Allgäu sind in der Vergangenheit zahlreiche Kälber verendet. Nach amtlichen Zahlen starb in den vergangenen fünf Jahren etwa jedes fünfte Kälbchen in dem Großbetrieb. Dies ergibt sich aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen, die das Verbraucherschutzministerium in München auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zusammengestellt hat.

Demnach wurden seit Mitte 2014 auf dem Hof 9257 Kälber geboren, davon verendeten 1790 (19,3 Prozent). Die Zahlen stammen von dem örtlichen Landratsamt. Nach dem jährlichen Milchreport Bayern von der Landesanstalt für Landwirtschaft lag die Zahl der "Kälberverluste" von 2014 bis 2017 landesweit zwischen 9,0 und 9,7 Prozent. Die Totgeburten sind darin enthalten. Der Milchreport für 2018 liegt noch nicht vor.

Die SPD-Tierschutzexpertin Martina Fehlner warf den staatlichen Verbraucherschützern vor, nicht rechtzeitig reagiert zu haben. Das Unternehmen war auch am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt in dem Fall. Eine Tierrechtsorganisation hatte Videoaufnahmen veröffentlicht, die Misshandlungen von Kühen in dem Stall zeigen sollen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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