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Pilzsammler müssen sich noch gedulden

Irtenberger Wald  

Pilzsammler müssen sich noch gedulden

23.08.2019, 06:31 Uhr | dpa

Pilzsammler müssen sich noch gedulden. Pilzsaison in Bayern

Eine Frau geht an einem Maronenröhrling-Pilz vorbei. Foto: Armin Weigel/Archivbild (Quelle: dpa)

Pilzsammler müssen sich im Freistaat noch gedulden: Bisher ist die Saison aus Sicht von Experten in weiten Teilen Bayerns eher durchwachsen. "Die Speisepilze sind noch nicht toll, aber wir warten darauf", sagte Pilzberater Georg Dünzl. Schon jetzt sei aber absehbar, dass die Pilzsaison ergiebiger werden dürfte als im vergangenen Jahr.

Nach dem regenreichen August würden im September wieder mehr Speisepilze wachsen, sagte Christoph Hahn, Präsident der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft. Denn die Wetterverhältnisse seien ideal gewesen: Die meisten Pilze wachsen bei Temperaturen von 20 bis 25 Grad und Regen.

"Bei der Feuchtigkeit hatten wir eigentlich schon mehr Pilze erwartet", sagte Dünzl, der zu dem Zeitpunkt gemeinsam mit Christoph Hahn in der Nähe vom Ammersee auf Pilzsuche war. "Wir haben heute noch keinen einzigen Speisepilz gefunden." Auch zu seiner Pilzberatung in München seien bisher nur wenige Leute mit ihren Funden gekommen.

Am Alpenrand und im Bayerischen Wald kehren Pilzsammler aber schon in diesen Tagen mit vollen Körben von ihren Streifzügen zurück. Pilzberater Rudi Markones fand im Urlaub im Bayerischen Wald sogar einen seltenen Pilz. "Der lilablättrige Nabeling wurde davor erst ein Mal in Bayern gefunden", sagte der Pilzsammler aus der unterfränkischen Gemeinde Kist. "Da ist man natürlich schon sehr zufrieden."

Markones wird den ein Zentimeter großen Pilz nun trocknen lassen, um ihn später unter dem Mikroskop erforschen zu können. In seiner Heimat wird der Vorsitzende der "Pilzfreunde Mainfranken" bald noch mehr Pilze unter die Lupe nehmen können. Im Frühjahr hat sein Verein nämlich das erste Pilzschutzgebiet in Bayern eröffnet: Auf einem einen Hektar großen Waldstück bei Würzburg dürfen Pilze nun ganz ungestört wachsen.

In Bayern gibt es Markones zufolge 10 000 bis 12 000 verschiedene Pilzarten. Er hofft, dass davon schon bald viele in seinem Schutzgebiet wachsen. Ab Herbst will er dort nämlich Pilzführungen anbieten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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