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Umweltschützer wollen Geier im Nationalpark ansiedeln

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Umweltschützer wollen Geier im Nationalpark ansiedeln

18.09.2019, 02:19 Uhr | dpa

Umweltschützer wollen Geier im Nationalpark ansiedeln. Gänsegeier breitet Flügel aus

Ein Gänsegeier breitet in einem Volgelpark seine Flügel aus. Foto: Bodo Marks/Archivbild (Quelle: dpa)

Mehr als hundert Jahre nach dem Aussterben des Bartgeiers in Bayern wollen Naturschützer die Vögel wieder ansiedeln. Ein entsprechender Versuch solle voraussichtlich in Oberbayern im Nationalpark Berchtesgaden gemacht werden, erläuterte der Landesverband für Vogelschutz (LBV) am Mittwoch bei der Vorstellung einer Machbarkeitsstudie. Der Nationalpark sei der Untersuchung zufolge das geeignetste Gebiet für eine mögliche Freilassung von jungen Bartgeiern. "Bayern ist Heimat für Geier. Die Studie zeigt, der Bartgeier hat hier gelebt, er kann hier leben und er soll das auch wieder tun. Und dabei eignen sich vor allem die Ostalpen für eine Wiederansiedelung", sagte der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer.

Bartgeier sind mit einer Spannweite von bis zu drei Metern die größten heimischen Vögel. Für Menschen sind sie nicht gefährlich: Geier sind reine Aasfresser. Eine Freilassung von zwei mit Sendern ausgestatteten Jungvögeln aus einem internationalen Zuchtprogramm wäre wahrscheinlich frühestens in zwei Jahren möglich, hieß es. Die Experten hatten auch eine Ansiedelung des Gänsegeiers geprüft. Er komme aber derzeit dafür nicht in Betracht, da er wahrscheinlich nie in Bayern gebrütet hatte. Der LBV will den Schutz der europäischen Geier unterstützen, da die Bestände der Tiere in vielen Region der Welt - auch wegen gezielter Vergiftung - dramatisch abnehmen.

In Österreich sind die Tiere seit Jahren wieder heimisch und fliegen zunehmend über die Grenze nach Deutschland. Die LBV-Studie ergab, dass es für sie in den Ostalpen genug Nahrung gäbe. Das größte Risiko seien Bleivergiftungen durch Munitionsreste in Wild. Daran könnten die Vögel qualvoll verenden. Der Bartgeier habe nur eine Chance, wenn Jäger grenzübergreifend auf bleihaltige Munition verzichteten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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