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Bayerns Wald wird kleiner

München  

Bayerns Wald wird kleiner

25.09.2019, 06:11 Uhr | dpa

Bayerns Wald wird kleiner. Waldfläche nimmt erstmals seit 1980 ab

Ein Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten fällt eine Fichte. Foto: Tobias Hase/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Waldfläche im Freistaat hat 2018 erstmals seit fast 30 Jahren abgenommen. Die Rodungen übertrafen die Aufforstungen um über 50 Prozent, wie aus Zahlen des bayerischen Forstministeriums hervorgeht. 138 Hektar hat Bayern an Waldfläche rechnerisch verloren. Der Waldverlust geht sowohl auf weniger Aufforstungen zurück als auch auf mehr Rodungen. Im Langzeitvergleich haben aber vor allem die Aufforstungen nachgelassen.

Insgesamt hat die Waldfläche seit den 70er Jahren den Zahlen zufolge jedoch deutlich zugenommen. Die Waldflächen werden nach Angaben des Ministeriums gerodet, um Platz für Bauvorhaben und Landwirtschaft sowie für Bergbau und Freizeitanlagen zu schaffen. Auch in Naturschutzgebieten können Rodungen vorkommen. Für die Rodung von Obstbäumen gibt es laut Ministerium keine Statistik.

Im unterfränkischen Thüngersheim bei Würzburg beginnt am Freitag eine Aktionswoche gegen lokale Rodungen unter dem Motto "Kein Hektar mehr". Ein Bündnis, unterstützt von Organisationen wie Greenpeace und Parents for Future, kritisiert unter anderem, dass es keine Mindest-Aufforstungsflächen gebe. Den Ministeriumszahlen zufolge wurden im vergangenen Jahr 390 Hektar Wald gerodet, aber nur 92 Hektar durch Ersatzaufforstungen ausgeglichen.

Reinhard Mosandl, Professor für Waldbau an der Technischen Universität München, hält den aktuellen Verlust von 138 Hektar für "unbedeutend" - jedenfalls global gesehen, im Vergleich mit der nötigen Rettung der Tropenwälder. "Trotzdem kann man natürlich fragen, ob Bayern nicht mehr in Aufforstungen investieren sollte", so Mosandl. Landwirtschaftliche Fläche müsse aufgeforstet werden. Dies scheitere jedoch daran, dass die landwirtschaftliche Nutzung meist ökonomisch vorteilhafter sei als die forstwirtschaftliche.

Wie häufig nicht genehmigte Rodungen als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, werde nicht erfasst, so das Ministerium. Ebenso sei nicht bekannt, wie viele Rodungsanträge nicht genehmigt werden. Rechnerisch gibt es laut Ministerium für jeden Bürger im Freistaat 2000 Quadratmeter Wald. Mehr als die Hälfte des Waldes sind in Privatbesitz. Die häufigsten Baumarten sind Fichte, Kiefer und Buche.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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