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Prozess in München: Hustendes Pferd stirbt nach Tierarztbehandlung

Prozess in München  

Hustendes Pferd stirbt nach Tierarztbehandlung

21.11.2019, 08:31 Uhr | dpa

Prozess in München: Hustendes Pferd stirbt nach Tierarztbehandlung. Ein Pferd bewegt sich frei in der Reithalle: Um den Tod eines wertvollen Sportpferdes geht es in einem Prozess in München. (Quelle: imago images/Sorge/Symbolbild)

Ein Pferd bewegt sich frei in der Reithalle: Um den Tod eines wertvollen Sportpferdes geht es in einem Prozess in München. (Quelle: Sorge/Symbolbild/imago images)

Ein wertvolles Sportpferd hat Husten. Die besorgte Besitzerin ruft den Tierarzt. Doch kurz nach der Behandlung durch den Veterinär stirbt das Tier. Um diesen Fall geht es in einem Prozess am Münchner Oberlandesgericht

Bereits in zweiter Instanz wird der Tod eines hustenden Pferdes am Donnerstag im Oberlandesgericht in München (OLG) verhandelt. Es geht um den Tod der Stute Donna A., die ein Tierarzt aus Bayern Ende 2010 wegen Hustens behandelt hatte.

Die Besitzerin hatte den Tierarzt auf ihren Reiterhof in Österreich gerufen, weil mehrere Pferde Husten hatten. Der Mediziner verabreichte der Stute Donna A. unter anderem homöopathische Mittel über Blut, das er dem Tier zuvor entnommen hatte und mitsamt der Präparate wieder injizierte. Kurz darauf krampfte Donna A. und brach zusammen. Als Todesursache wurde ein anaphylaktischer Schock festgestellt.

Das Landgericht München II hatte den Tierarzt im Januar wegen mangelhafter Beratung bei der Behandlung der Stute zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 250.000 Euro verpflichtet.

Pferd war 1,75 Millionen wert

Der Wert basiert nach OLG-Angaben auf der Einschätzung eines Sachverständigen. Dagegen hat der Veterinärmediziner Berufung eingelegt. Die Klägerin hatte sogar 1,75 Millionen Euro verlangt. Das war der Preis, zu dem sie das Tier 2009 gekauft habe. Das Sportpferd sollte an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Das Landgericht sah es laut OLG als erwiesen an, dass der Tierarzt die Klägerin mit Blick auf die Notwendigkeit einer Behandlung und deren Risiken nicht pflichtgemäß beraten und aufgeklärt habe.


Vor Gericht hatten beide Seiten zudem unterschiedliche Ansichten etwa zu den Erfahrungen der Pferdebesitzerin mit den Therapiemöglichkeiten sowie zu bisherigen Eigenblutbehandlungen bei der Stute.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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