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München: Riesige Wassersäcke sollen Weihnachtsmärkte schützen

Angst vor Terror  

Riesige Wassersäcke sollen Christkindlmärkte schützen

29.11.2019, 19:27 Uhr | dpa

München: Riesige Wassersäcke sollen Weihnachtsmärkte schützen. Große Wassersäcke stehen als Absperrungen vor einer Zufahrt zum Münchner Christkindlmarkt: Die Stadt will dadurch die Weihnachtsmärkte besser schützen. (Quelle: dpa/Jennifer Weese)

Große Wassersäcke stehen als Absperrungen vor einer Zufahrt zum Münchner Christkindlmarkt: Die Stadt will dadurch die Weihnachtsmärkte besser schützen. (Quelle: Jennifer Weese/dpa)

Mehrere überdimensionale Wassertanks sollen verhindern, dass Lastwagen oder Autos in die Christkindlmärkte in München rasen. Die Säcke haben einige Vorteile.  

Sie sehen aus wie überdimensionale schwarze Trinktüten: Statt Betonpollern sollen prall gefüllte Wassertanks verhindern, dass Autos oder Lastwagen in Menschenmengen auf Christkindlmärkten in München rasen können. Insgesamt 20 dieser Säcke schützen unter anderem den größten Weihnachtsmarkt rund um den Marienplatz, wie eine Sprecherin des Kreisverwaltungsreferats sagte. Sie sollen in der Lage sein, "ein angreifendes Fahrzeug oder eines, über dass der Fahrer die Kontrolle verloren hat, zuverlässig zu stoppen".

Die Wassersäcke, sogenannte Indutainer, haben laut der Sprecherin folgende Vorteile: "Sollten sie bei einem Anprall platzen, ist es nahezu ausgeschlossen, dass Passanten durch umherfliegende Teile verletzt werden".

Darüber hinaus seien sie wesentlich leichter auf- und abzubauen, da kein schweres Gerät benutzt werden müsse. "Sie benötigen auch so gut wie keine Lagerkapazitäten." Dennoch hätten die bisher eingesetzten Betonelemente noch nicht ausgedient, "da mit den beschafften Elementen nicht alle Absicherungen umgesetzt werden können".

Wassersäcke nur in München beliebt

In anderen bayerischen Großstädten haben sich die neuen Sperren allerdings noch nicht durchgesetzt. Auf dem stark von Touristen aus aller Welt frequentierten Nürnberger Christkindlesmarkt wird die Sicherheit der erwarteten zwei Millionen Besucher vor allem durch mobile Metallsperren und bepflanzte Beton-Tröge gewährleistet. Die Hindernisse sollen auch Lastwagen abhalten können. Außerdem werde die Polizei Fahrzeuge an neuralgischen Punkten postieren, sagte eine Sprecherin.



In Nürnberg gehören auch Taschenkontrollen und ein SMS-Warnsystem für die Standbetreiber zum Sicherheitskonzept. Auf diese Weise könnten etwaige Gefahren – auch durch Wettereinflüsse – schnell kommuniziert werden. Grundsätzlich gebe es eine abstrakte Gefahr islamistischer Terrorakte in Deutschland. Hinweise auf eine konkrete Gefährdung des Nürnberger Marktes lägen dem Bundeskriminalamt jedoch nicht vor, betonte eine Polizeisprecherin. Die Polizei werde versuchen, durch erhöhte Präsenz der Einsatzkräfte das subjektive Sicherheitsgefühl der Besucher zu erhöhen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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