Sie sind hier: Home > Regional > München >

Datenschützer warnt nach Gewalttat vor mehr Videoüberwachung

München  

Datenschützer warnt nach Gewalttat vor mehr Videoüberwachung

09.12.2019, 11:47 Uhr | dpa

Datenschützer warnt nach Gewalttat vor mehr Videoüberwachung. Videoüberwachungskameras

Am Ausburger Königsplatz sind an einem Mast Videoüberwachungskameras angebracht. Foto: Stefan Puchner/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem tödlichen Angriff auf einen 49-Jährigen in der Augsburger Innenstadt hat der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri vor einer Ausweitung der Videoüberwachung gewarnt. Die Städte dürften nicht mit Kameras zugepflastert werden, sagte Petri am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Videoüberwachung muss die Ausnahme sein, die gerechtfertigt ist, aus dem Schutzgedanken heraus."

Eine Gruppe Jugendlicher war am Freitagabend am Augsburger Königsplatz, der seit einem Jahr von der Polizei per Video überwacht wird, mit zwei Ehepaaren aneinandergeraten. Die beiden Ehemänner sollen gegen den Kopf geschlagen worden sein. Ein Mitarbeiter der Augsburger Berufsfeuerwehr starb noch am Tatort, sein 50 Jahre alter Freund wurde schwer verletzt. Auch dank der Videoaufnahmen konnten am Sonntag alle sieben Gesuchten gefasst werden, zwei 17-Jährige sollen die Haupttäter sein.

Petri betonte, dass jede Kamera im öffentlichen Raum eine Grundrechtsverletzung der Bürger sei. "Das muss man ganz klar so sagen." Während manche Menschen die Überwachung tolerierten, gebe es bei anderen Bedenken. "Wir haben viele Bürger, die sich über Videoüberwachung beschweren."

Eine flächendeckende Videoüberwachung sei auch deswegen nicht sinnvoll, da es gar nicht das Personal gebe, um die Aufnahmen von allen Orten im Blick zu behalten und zu reagieren. In einer Zentrale könnten zwei Mitarbeiter vielleicht 20 Monitore kontrollieren. "Aber die können nicht 100 oder 200 Kameras in den Blick nehmen", meinte Petri. Außerdem zeige auch die Erfahrung, dass die Kameras in der Regel keine Straftaten verhinderten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal