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München: Amerikanerin gibt gestohlenen Maßkrug nach 55 Jahren zurück

Mit Entschuldigungsschreiben  

Amerikanerin schickt gestohlenen Maßkrug nach 55 Jahren zurück

27.01.2020, 14:50 Uhr | dpa, t-online.de

München: Amerikanerin gibt gestohlenen Maßkrug nach 55 Jahren zurück. Hofbräuhaus am Platzl von außen: Eine Amerikanerin stahl vor 55 Jahren einen Steinkrug. (Quelle: imago images/Joko/Archivbidl)

Hofbräuhaus am Platzl von außen: Eine Amerikanerin stahl vor 55 Jahren einen Steinkrug. (Quelle: Joko/Archivbidl/imago images)

Den Diebstahl des Maßkrugs hatte in München wohl niemand mehr in Erinnerung. Einer Amerikanerin hat er aber so viel Kopfzerbrechen bereitet, dass sie diesen nun – nach mehr als fünf Jahrzehnten – zurückgegeben hat.

Die Mitarbeiter des Münchner Hofbräuhauses dürften gestaunt haben, als sie das Paket öffneten. 55 Jahre nachdem die Amerikanerin Celeste in München einen Maßkrug mitgehen ließ, soll sie ihn zurückgeschickt haben – mit einem Entschuldigungsbrief.

Im Sommer 1965 habe sie den Krug eingesteckt, schreibt die 73-Jährige. Damals sei sie jung, leichtsinnig und rücksichtslos gewesen. Nun möchte sie sich entschuldigen und es tut ihr leid, den Maßkrug nicht schon früher zurückgegeben zu haben.

Ein Maßkrug und eine Karte: In der Karte entschuldigt sich eine Amerikanerin für den Diebstahl. (Quelle: dpa/Tobias Ranzinger/Hofbräuhaus München)Ein Maßkrug und eine Karte: In der Karte entschuldigt sich eine Amerikanerin für den Diebstahl. (Quelle: dpa/Tobias Ranzinger/Hofbräuhaus München)

Ihre Sorge gilt allerdings der Zerbrechlichkeit des Krugs. "Hoffentlich kommt er in einem Stück an", schreibt sie im letzten Satz. Die Sorge hat sich nicht bestätigt. In dem Foto, das das Hofbräuhaus der dpa zur Verfügung gestellt hat, ist der Krug ohne erkennbaren Makel.

Was Celeste zu der späten Rückgabe veranlasste, blieb auch für das Hofbräuhaus ein Rätsel. "Ihre Motivation ist unklar, aber uns freut es, dass Leute über so lange Zeit eine Verbindung zu unserem Haus haben", sagte der Sprecher des Hofbräuhauses. Der Wirt der Traditionsgaststätte, Wolfgang Sperger, sieht die Tat laut dem Sprecher gnädig: Celeste habe den Krug gar nicht gestohlen, sondern nur ausgeliehen. Offensichtlich habe sie so einen unvergesslichen Abend erlebt, dass sie heute noch daran denke. Celeste soll nun eine Einladung zum Freibier bekommen. Man wolle ihr Bierzeichen schicken, das sind Münzen, für die es eine Maß Bier gibt.

Bis etwa 1971 gab es im Hofbräuhaus Steinkrüge. Zu den Olympischen Spielen 1972 sei auf Glaskrüge umgestellt worden – nicht zuletzt, weil die Gäste dann besser sehen, ob das Bier gut eingeschenkt ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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