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Drogen-Skandal München: Ermittlungen gegen Polizisten "mit Hochdruck"

Bis zu 20 Beamte verdächtigt  

Drogen-Ermittlungen gegen Polizisten laufen "mit Hochdruck"

20.04.2020, 18:27 Uhr | dpa

Drogen-Skandal München: Ermittlungen gegen Polizisten "mit Hochdruck". Amtsgericht München (Quelle: dpa/Sven Hoppe/Archivbild)

Amtsgericht München: Gegen mehrere Polizisten wird wegen des Verdachts, eine Verbindung in die Drogenszene zu haben, ermittelt. (Quelle: Sven Hoppe/Archivbild/dpa)

Mehrere Polizisten stehen in München unter Verdacht, Verbindungen in die Drogenszene gehabt zu haben. Ein Drogenhändler soll die Ermittlungen ins Rollen gebracht haben.

Im Drogen-Skandal um Münchner Polizeibeamte laufen die Ermittlungen nach Angaben der Staatsanwaltschaft München "nach wie vor mit Hochdruck". Acht Polizisten von fünf Dienststellen aus dem Zuständigkeitsbereich des Münchner Präsidiums wurden im Februar vom Dienst suspendiert, weil sie Verbindungen in die Drogenszene gehabt haben sollen.

Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes vom März gibt es Chatverläufe, die diesen Verdacht erhärten. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt nach Angaben einer Sprecherin wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Weitere Angaben wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen am Montag nicht machen.

Möglicherweise 20 Beamte verwickelt

Ein Drogenhändler hatte die Ermittlungen gegen die Beamten ins Rollen gebracht, als er nach seiner Festnahme gegen Komplizen auspackte – und eben auch gegen die Polizisten aussagte. Den Angaben des Dealers zufolge könnten sogar bis zu 20 Beamte in den Skandal verwickelt sein, sagte ein LKA-Beamter vor Gericht. "In einer Großstadt ist das nicht auszuschließen." Sie sollen beispielsweise Rabatt auf Kokain bekommen haben.

Die Vorwürfe waren in einem Prozess gegen einen mutmaßlichen Komplizen des geständigen Drogenhändlers laut geworden, der ein gut betuchtes Klientel vor allem in einem exklusiven Privatclub mit Drogen versorgt haben soll. Dieser Prozess sollte am Montag am Amtsgericht München zu Ende gehen. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrem Schlussplädoyer drei Jahre und neun Monate Haft, die Verteidigung ein Jahr und drei Monate auf Bewährung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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