Sie sind hier: Home > Regional > München >

Gegen den "Club": Ingolstadt will den "Vorteil nutzen"

München  

Gegen den "Club": Ingolstadt will den "Vorteil nutzen"

04.07.2020, 16:13 Uhr | dpa

Gegen den "Club": Ingolstadt will den "Vorteil nutzen". Trainer Thomas Oral

Ingolstadts Trainer Thomas Oral. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ingolstadt (dpa/lby) - Auf das Nachsitzen gegen den 1. FC Nürnberg hätte der FC Ingolstadt liebend gerne verzichtet. Schließlich durften sich die Schanzer in einem Zitterfinale sogar vorübergehend wie ein Direktaufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga fühlen. Doch nach dem Last-Minute-Schock durch die Würzburger Kickers richtete Tomas Oral auf seiner mittlerweile dritten Rettermission in Ingolstadt sofort den Blick auf die beiden packenden Duelle mit dem FCN. "Wir sind relegationserprobt als Verein, und diesen Vorteil wollen wir nutzen", verkündete der Coach der Ingolstädter. Außerdem hätten die Nürnberger "wesentlich mehr zu verlieren als wir".

Die Ingolstädter hätten am 38. und letzten Drittligaspieltag einen dicken Ausrutscher der Würzburger Kickers gebraucht, um direkt in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Mit einem 2:0 (0:0) am Samstag beim TSV 1860 München durch Tore von Maximilian Beister (50. Minute) und Eckert Ayensa (82.) erfüllten die Schanzer zumindest ihre Pflicht. Die Würzburger retteten allerdings mit einem späten Handelfmeter ein 2:2 (1:1) gegen den Halleschen FC und schafften sofort den Sprung. "Wir hätten es absolut verdient gehabt, direkt hochzugehen", meinte Oral, "aber der liebe Gott will, dass wir noch mal nachsitzen."

In den zwei Partien am Dienstag zunächst auswärts und dann am Samstag (jeweils 18.15 Uhr) im heimischen Stadion gegen den "Club" geht es für die Ingolstädter um alles - für die Franken natürlich genauso. "Wir wissen, was wir bekommen: einen aggressiven Gegner. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit meinem ehemaligen Verein", verkündete Nürnbergs Coach Michael Wiesinger, der nach dem letzten Spieltag in der 2. Bundesliga zusammen mit Marek Mintal das Kommando von Jens Keller übernommen hatte.

In einem Kurztrainingslager in Bad Gögging versuchte Wiesinger, neue Kräfte beim kriselnden Traditionsverein zu wecken. "Wir wollen eine Aufbruchstimmung erzeugen", betonte der frühere Mittelfeldspieler, der 2010 als Trainer mit dem FC Ingolstadt gegen Hansa Rostock in der Relegation erfolgreich war. Damals waren die Schanzer jedoch der Außenseiter.

Diesmal ist Wiesinger mit seinem Verein der Favorit. Und auch sein in der Kritik stehender Sportvorstand Robert Palikuca will an einem Erfolg der Nürnberger keine Zweifel aufkommen lassen. "Ingolstadt will unseren Platz in der 2. Liga. Das werden wir zu verhindern wissen", meinte Palikuca.

Oral will sich dagegenstemmen. Seit seiner Übernahme Anfang März als Nachfolger von Jeff Saibene hat er die Ingolstädter wieder nach oben geführt. Sein Team habe nun eine "noch größere Chance, die wir unbedingt mitnehmen wollen", betonte er.

Oral will ein zweites Scheitern in der Relegation nacheinander verhindern. Bei seiner zweiten Mission im Vorjahr hatte er die abgeschlagenen Schanzer in der 2. Liga zunächst zwar in die Entscheidungsspiele geführt, dort gegen den SV Wehen Wiesbaden dann aber nicht vor dem Abstieg gerettet. So etwas soll sich nicht wiederholen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal