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München: Feldherrnhalle muss umfassend saniert werden

Beliebtes Fotomotiv  

Münchner Feldherrnhalle muss umfassend saniert werden

23.07.2020, 10:54 Uhr | dpa

München: Feldherrnhalle muss umfassend saniert werden. Eine Frau geht über den Odeonsplatz an der Feldherrnhalle vorüber: Das Bauwerk soll erneuert werden. (Quelle: dpa/Archivbild/Matthias Balk)

Eine Frau geht über den Odeonsplatz an der Feldherrnhalle vorüber: Das Bauwerk soll erneuert werden. (Quelle: Archivbild/Matthias Balk/dpa)

Die Feldherrnhalle in München soll erneuert werden. Die letzte Sanierung der berühmten Sehenswürdigkeit in der bayerischen Hauptstadt liegt bereits Dutzende Jahre zurück – und hat auch eine dunkle Geschichte.

Die bei Touristen als Fotomotiv beliebte Feldherrnhalle in der Münchner Innenstadt muss generalsaniert werden. Derzeit werde von der Schlösserverwaltung in einer Voruntersuchung geprüft, welche Beschädigungen es gebe, sagte Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker am Donnerstag in München. Die letzte umfassende Instandsetzung der Halle liege mehr als 70 Jahre zurück – damals wurden die Kriegsschäden beseitigt. Mit der neuen Sanierung solle aber erst nach dem Vorliegen der Detailplanung und der anschließenden Genehmigung durch den Haushaltsausschuss des Landtags begonnen werden.

"Die aus heimischem Kalkstein gefertigte, weit gespannte Bogenkonstruktion der Halle ist konstruktiv anspruchsvoll und reiht den Bau – wie etwa auch die Propyläen oder das Siegestor – in die herausgehobene Klasse Münchner Baukunstwerke des Historismus ein", betonte der CSU-Politiker. Die Feldherrnhalle nehme als Südabschluss der Ludwigstraße eine besondere Rolle im Münchner Stadtbild ein.

Steinerne Figuren an der Feldherrnhalle: Auch die Löwenstandbilder werden restauriert. (Quelle: imago images/Panthermedia)Steinerne Figuren an der Feldherrnhalle: Auch die Löwenstandbilder werden restauriert. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Kultort der Nazis 

Bei der Gesamtinstandsetzung der nach drei Seiten offenen Feldherrnhalle müsse unter anderem die Gebäudehülle aus Naturstein und steinimitierender Putzoberfläche gesäubert werden. Das mit Skulpturen geschmückte Bogenfries und das Dach sollen dann ebenfalls restauriert und gegebenenfalls erneuert werden. Zudem würden die Großbronzen und die Löwenstandbilder restauriert.

Die Feldherrnhalle, deren architektonisches Vorbild die "Loggia dei Lanzi" in Florenz ist, wurde 1841 bis 1844 im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern nach Entwürfen von Friedrich von Gärtner errichtet.

Mit dem Bau der Feldherrnhalle wollte Ludwig I. der bayerischen Armee und ihren Feldherren ein Denkmal setzen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die Halle als Kultort inszeniert, da hier am 9. November 1923 ein Zug von Putschisten, unter ihnen Adolf Hitler, auf dem Weg zum Kriegsministerium von der Landpolizei aufgehalten worden war.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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