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München: Nachfolger für scheidenden CSU-Chef Ludwig Spaenle gesucht

Aussichtsreicher Kandidat  

Nachfolger für scheidenden CSU-Chef Spaenle gesucht

21.09.2020, 07:31 Uhr | dpa

München: Nachfolger für scheidenden CSU-Chef Ludwig Spaenle gesucht. Der Münchner CSU-Chef Ludwig Spaenle: Er gibt sein Amt vorzeitig auf. (Quelle: dpa/Peter Kneffel/Archivbild)

Der Münchner CSU-Chef Ludwig Spaenle: Er gibt sein Amt vorzeitig auf. (Quelle: Peter Kneffel/Archivbild/dpa)

Ludwig Spaenle hat mitgeteilt, seinen Posten als Chef der Münchner CSU vorzeitig räumen zu wollen. Als möglicher Nachfolger wird ein Staatsminister aus Markus Söders Kabinett gehandelt.

Die Münchner CSU braucht bald einen neuen Bezirksvorsitzenden: Amtsinhaber Ludwig Spaenle kündigte am Sonntag in einem internen Schreiben an, sein Amt vorzeitig abgeben zu wollen. "Damit mache ich den Weg für eine Verjüngung und die optimale Aufstellung der CSU München für das Wahljahr 2021 frei", heißt es in dem Schreiben.

Spaenle hat den Bezirksvorsitz in der Landeshauptstadt seit 2011 inne. "Dies war und ist mir eine Ehre", schreibt Spaenle, der aktuell auch Antisemitismusbeauftragter der Staatsregierung und seit einigen Wochen auch wieder Mitglied des bayerischen Landtags ist, weiter.

Eisenreich könnte Spaenle nachfolgen

Die CSU ist in zehn Bezirke aufgeteilt, ihre Vorsitzenden haben traditionell großen Einfluss auf die gesamte Partei und genießen einen hohen Machtstatus in der Parteistruktur. Beste Chancen auf den frei werdenden Bezirksvorsitz in München dürfte Justizminister Georg Eisenreich haben. Generalsekretär Markus Blume, ebenfalls Mitglied der Münchner CSU, dürfte dagegen kaum eine Chance auf den Posten haben.

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (l) zusammen mit Ludwig Spaenle: Er könnte den scheidenden Münchner CSU-Chef beerben. (Quelle: imago images/STL/Archivbild)Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (l) zusammen mit Ludwig Spaenle: Er könnte den scheidenden Münchner CSU-Chef beerben. (Quelle: STL/Archivbild/imago images)

Spaenle ist 59 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Obwohl er bei der Landtagswahl 2018 den direkten Wiedereinzug in den Landtag verpasst hatte, ist er inzwischen als Nachrücker wieder Teil der CSU-Fraktion im Maximilianeum. Er ist seit 1977 Mitglied in der CSU und seit 27 Jahren ununterbrochen Mitglied des Münchner CSU-Bezirksvorstandes.

Nach zehn Jahren im Amt des Kultusministers schied der Münchner im März 2018 überraschend aus dem Kabinett aus. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bei der Umstellung seines Kabinetts nach seiner ersten Wahl zum Regierungschef nicht mehr auf die Dienste von Spaenle gesetzt. In der Folge war das Verhältnis zwischen den beiden massiv belastet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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