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München: Mehr Entschädigung für Opfer von Oktoberfestattentat gefordert

Zum 40. Jahrestag  

SPD fordert mehr Entschädigung für Opfer des Oktoberfestattentats

21.09.2020, 17:22 Uhr | dpa

München: Mehr Entschädigung für Opfer von Oktoberfestattentat gefordert. Florian Ritter

Florian Ritter (SPD) spricht im Bayerischen Landtag. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die SPD hat im Landtag in München eine Entschädigung für die Opfer des Oktoberfestattentats vor 40 Jahren gefordert. 13 Menschen wurden bei dem Angriff getötet. 

Zum 40. Jahrestag des Oktoberfestattentats in München hat die Landtags-SPD einen Entschädigungsfonds verlangt. "Es ist beschämend, wenn Opfer und Hinterbliebene bis auf den heutigen Tag um eine angemessene Entschädigung kämpfen müssen", sagte der Abgeordnete Florian Ritter am Montag. Die Staatsregierung solle einen Fonds auflegen und mit den schon bestehenden Hilfen der Landeshauptstadt München abstimmen.

Grundsätzliche Bereitschaft zu einem Fonds gab es bereits auch beim Bund. Bei dem schlimmsten rechtsterroristischen Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik am 26. September 1980 starben 13 Menschen, darunter der Attentäter. Mehr als 200 wurden verletzt. Am Samstag jährt sich die Tat zum 40. Mal.

Lebenslanges Leiden der Opfer

Viele der Opfer seien bis heute auf Hilfen angewiesen, sagte Ritter. Manche mussten viele Operationen hinter sich bringen, manche brauchen lebenslang Rollstuhl, Prothesen und andere Hilfsmittel. "Was für die breite Öffentlichkeit Geschichte ist, ist für die Opfer noch heute ein täglicher Kampf im Umgang mit den Folgen des Attentats", sagte Ritter. "Die bisherige Entschädigung ist zu niedrig, und sehr viele Opfer mussten sich an die Sozialgerichte wenden."

Ritter forderte die Staatsregierung auch auf, ein Konzept zur Sicherung aller Dokumente und Archivalien zu dem Attentat vorzulegen. Die Geschehnisse sollten zudem Eingang in die Lehrpläne erhalten. "Das Attentat war politisch und historisch von einschneidender Bedeutung für die Geschichte der Bundesrepublik und Bayerns."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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