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München: Polizeigewerkschaft befürchtet noch mehr Drogen-Fälle

Nach Razzien in München  

Polizeigewerkschaft befürchtet noch mehr Drogen-Fälle

24.09.2020, 14:18 Uhr | dpa

München: Polizeigewerkschaft befürchtet noch mehr Drogen-Fälle. Das Polizeipräsidium in der Innenstadt der bayerischen Landeshauptstadt (Archivbild): Die Polizeigewerkschaft befürchtet noch weitere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bei der Münchener Polizei. (Quelle: dpa/Peter Kneffel)

Das Polizeipräsidium in der Innenstadt der bayerischen Landeshauptstadt (Archivbild): Die Polizeigewerkschaft befürchtet noch weitere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bei der Münchener Polizei. (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

Fünf Beamte sind im Drogen-Skandal um Polizisten aus München suspendiert worden – die Polizeigewerkschaft befürchtet einen ganzen "Rattenschwanz" weiterer Fälle.

Im Drogen-Skandal um Münchner Polizisten könnte es nach Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) womöglich sogar noch mehr Fälle geben als bekannt. "Bei Ermittlungen zu Drogendelikten ist es eigentlich so, dass immer sehr viele Nachfolgedelikte bekanntwerden. Da ist dann ein Rattenschwanz dran", sagte der Chef des bayerischen DPolG-Landesverbandes, Jürgen Köhnlein, der Deutschen Presse-Agentur in München.

Am Mittwoch hatten rund 170 Ermittler eine großangelegte Drogen-Razzia in Dienststellen und Privatwohnungen von Polizisten durchgeführt vor allem in und um München. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen 21 Polizeibeamte. "Es können auch, wenn es blöd läuft, in einigen Monaten nochmal zehn mehr sein", sagte Köhnlein, der um den Ruf der Polizei fürchtet.

Drogenermittlungen innerhalb der Münchner Polizei waren seit Februar bekannt, das ganze Ausmaß wurde aber am Mittwoch deutlich. Ausgangspunkt waren Ermittlungen gegen einen in einer Münchner Nobeldiskothek aktiven Drogendealer, der zwei Polizisten beschuldigt hatte. Der Dealer soll im großen Stil Kokain in München verbreitet und dabei auch Polizisten versorgt haben. Seit Juli war eine eigene Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Nightlife" im Einsatz.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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