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Bayern: Warnstreiks von Verdi – vom Kindergarten bis zum Krankenhaus

Öffentlicher Dienst  

Warnstreiks vom Kindergarten bis zum Krankenhaus

19.10.2020, 09:45 Uhr | dpa

Bayern: Warnstreiks von Verdi – vom Kindergarten bis zum Krankenhaus. Ver.di-Logo (Quelle: dpa/Tom Weller/Archivbild)

Eine Warnweste mit der Aufschrift "ver.di": Die Gewerkschaft hat zu einem Warnstreik in ganz Bayern aufgerufen. (Quelle: Tom Weller/Archivbild/dpa)

Tausende Streikende in Bayern: Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem landesweiten Warnstreik im öffentlichen Dienst aufgerufen. In München betrifft das auch Krankenhäuser und Kindergärten.

Vor der entscheidenden dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks in ganz Bayern Druck gemacht. Die Aktionen gingen durch alle Regierungsbezirke und beträfen alle Arten von Dienststellen, von Krankenhäusern über die Verwaltung bis zu Kindergärten, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Montag. "Das Leistungsspektrum des öffentlichen Dienstes ist voll abgedeckt." Er rechne mit mehreren Tausend Teilnehmern. Der öffentliche Nahverkehr sei allerdings nicht betroffen. Für ihn gibt es eigene, getrennte Tarifverhandlungen.

Die Tarifverhandlungen gehen am Donnerstag in die dritte Runde, die mehrere Tage dauern kann. Gibt es in ihr keine Einigung, sind eine Schlichtung oder auch längerfristige Streiks möglich. Verlangt eine Seite die Schlichtung, was im Fall des Scheiterns als wahrscheinlich gilt, muss die andere daran aber teilnehmen.

Angebot der Arbeitgeber "schlecht"

Am Freitag hatten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das über drei Jahre Lohnerhöhungen in drei Schritten vorsieht – insgesamt etwa 3,5 Prozent. Verdi lehnt es ab: "Das ist so schlecht, dass man darüber nicht reden kann", sagte ein Sprecher. Neben der niedrigen Erhöhung gebe es noch weitere problematische Details im Angebot.

Verdi verlangt vom Bund und von den Kommunen nach eigenen Angaben unter anderem, die Einkommen um 4,8 Prozent anzuheben, mindestens aber um 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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