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München: Trauer um SZ-Gesellschafterin Anneliese Friedmann (✝93)

Mit 93 Jahren  

Verlegerin Anneliese Friedmann in München gestorben

09.11.2020, 22:05 Uhr | Anna Ringel, dpa

München: Trauer um SZ-Gesellschafterin Anneliese Friedmann (✝93). SZ-Gesellschafterin Anneliese Friedmann blickt in die Kamera (Archivbild): Sie ist im Alter von 93 Jahren gestorben. (Quelle: dpa/Dornberger)

SZ-Gesellschafterin Anneliese Friedmann blickt in die Kamera (Archivbild): Sie ist im Alter von 93 Jahren gestorben. (Quelle: Dornberger/dpa)

Sie gehörte als Verlegerin und Journalistin zu München und war als Gesellschafterin der "SZ" und Herausgeberin der "Abendzeitung" tätig: Nun ist Anneliese Friedmann gestorben.

Trauer in München: Die Gesellschafterin des Süddeutschen Verlags ("Süddeutsche Zeitung") und frühere Herausgeberin der Münchner "Abendzeitung", Anneliese Friedmann, ist tot. Sie starb am Samstag im Alter von 93 Jahren in München, wie die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH), zu der der Süddeutsche Verlag überwiegend gehört, am Montag bestätigte. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) online berichtet.

Friedmann machte nicht nur eine Karriere als Verlegerin und Herausgeberin, sondern auch als Journalistin. Schon früh in ihrem Berufsleben arbeitete sie bei der "Süddeutschen Zeitung". Einem breiten Publikum wurde sie später mit ihrer Kolumne im Magazin "Stern" bekannt, die unter dem Pseudonym "Sibylle" erschien. Die Texte befassten sich mit Politik, Gesellschaft, Mode und Stil.

Herausgeberin der "Abendzeitung"

Die Publizistin war mit Werner Friedmann verheiratet. Er war zeitweise Chefredakteur der "Süddeutschen Zeitung" gewesen. Zudem war er Gesellschafter des Süddeutschen Verlags und Herausgeber des Münchner Boulevardblatts "Abendzeitung". Nach seinem Tod 1969 übernahm Anneliese Friedmann für viele Jahre als Herausgeberin die Leitung der "Abendzeitung".

Zudem trat sie nach seinem Tod in den Kreis der Gesellschafter des Süddeutschen Verlags ein - und war nach SWMH-Angaben bis zu ihrem Tod dort Gesellschafterin. Ein Anteil an dem Verlag gehört bis heute der Gesellschafterfamilie Friedmann.

Möglicherweise Vorbild für "Kir Royal"

Anneliese Friedmann wurde in den vergangenen Jahren in Medienberichten immer wieder zugeschrieben, sie habe als Vorbild für die Kult-Fernsehserie "Kir Royal" von Helmut Dietl aus den 80er-Jahren über das Leben eines Klatschreporters und der Verlegerin eines Boulevardblatts in München gedient.

Im Jahr 2013 erhielt Anneliese Friedmann eine der wichtigsten Journalismus-Auszeichnungen in Deutschland: den Henri-Nannen-Preis für ihr publizistisches Lebenswerk. Vom Medienkonzern SWMH hieß es am Montag: "Wir sind Anneliese Friedmann sehr dankbar für ihren Einsatz für die "Süddeutsche Zeitung". Wir wünschen ihrer Familie Kraft und Trost in dieser schwierigen Zeit."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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