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München: "Saal 101" vom BR – 12-stündiges Hörspiel vom NSU-Prozess

"Saal 101" vom BR  

Zwölfstündiges Hörspiel zeichnet NSU-Prozess nach

29.01.2021, 14:30 Uhr | dpa

München: "Saal 101" vom BR – 12-stündiges Hörspiel vom NSU-Prozess. Die Angeklagte Beate Zschäpe faltet ihre Hände (Quelle: dpa/picture alliance/Peter Kneffel)

Die Angeklagte Beate Zschäpe faltet ihre Hände (Symbolbild): Ein Hörspiel befasst sich mit dem NSU-Prozess, in dem Zschäpe verurteilt worden ist. (Quelle: picture alliance/Peter Kneffel/dpa)

Ein zwölf Stunden langes Hörspiel versetzt zurück in die Vergangenheit. "Saal 101" ist eine Dokumentation des Verfahrens um die Mord- und Anschlagsserie vom NSU.

Eine zwölfstündige Hörspieldokumentation zeichnet das Verfahren um die Morde und Anschläge der Neonazi-Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) nach. Unter Federführung des Bayerischen Rundfunks (BR) ist das Projekt "Saal 101" erarbeitet worden, wie der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag in München mitteilte. Ausgestrahlt wird es in 24 Teilen vom 19. Februar an in den Kultur- und Informationswellen der ARD und im Deutschlandfunk.

Das Dokumentationshörspiel basiere auf einer Sammlung von Prozess-Protokollen der ARD-Gerichtsreporter, hieß es weiter. Die mehr als 6.000 Seiten umfassenden Protokolle seien ein einzigartiges Stück Zeitgeschichte, die mündlichen Verhandlungen seien an allen 438 Prozesstagen protokolliert worden.

NSU ermordete zehn Menschen

Der NSU hatte zwischen 2000 und 2007 in Deutschland insgesamt zehn Menschen ermordet. Es handelte sich um acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine Polizistin. Am 11. Juli 2018 war in München das Urteil verkündet worden. Das Oberlandesgericht hatte Beate Zschäpe, die einzige Überlebende des Trios, als Mittäterin zu lebenslanger Haft verurteilt.

Als Sprecher an der Produktion mitgewirkt haben unter anderem die Schauspielerin Martina Gedeck ("Das Leben der Anderen") sowie die Schauspieler Thomas Thieme, Thomas Schmauser und Michael Rotschopf. Der Titel des Hörspiels geht auf die Nummer des Saals zurück, in dem verhandelt wurde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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