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Wegen Corona: Messe München will ein Viertel der Stellen abbauen

Zweites Krisenjahr  

Messe München will ein Viertel der Stellen abbauen

09.02.2021, 14:01 Uhr | dpa

Wegen Corona: Messe München will ein Viertel der Stellen abbauen. Der Haupteingang der Messe München (Symbolbild): Die Messe will aufgrund der Krise rund ein Viertel ihrer Stellen abbauen. (Quelle: imago images/Future image)

Der Haupteingang der Messe München (Symbolbild): Die Messe will aufgrund der Krise rund ein Viertel ihrer Stellen abbauen. (Quelle: Future image/imago images)

Die Messe- und Veranstaltungsbranche leidet besonders unter der Corona-Krise. Die Messe München plant deswegen mit einem massiven Stellenabbau.

Die Messe München steht vor ihrem zweiten Krisenjahr. Nach jetzigem Stand rechnet die bislang erfolgsverwöhnte Messegesellschaft in diesem Jahr verglichen mit ihren Erwartungen vor der Corona-Pandemie erneut mit einem Umsatzeinbruch von 200 Millionen Euro, wie Vorstandschef Klaus Dittrich am Dienstag sagte. "Wir gehen davon aus, dass wir mindestens drei bis fünf Jahre brauchen, um wieder auf das Niveau zu kommen, das wir vor Corona hatten."

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Messe weniger als ein Drittel ihres ursprünglich erhofften Umsatzes: Anstelle der geplanten über 300 Millionen Euro waren es am Ende nur 94 Millionen. Die Messegesellschaft will deswegen 30 Prozent ihrer Sachkosten einsparen und etwa ein Viertel ihrer vor Beginn der Krise knapp 790 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abbauen.

Kündigungen als "allerletztes Mittel"

Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen, aber das soll nach Möglichkeit vermieden werden. "Es wird das allerletzte Mittel sein", sagte Dittrich. Das Sparprogramm soll auch nicht nur die einfachen Mitarbeiter treffen: "Die Geschäftsführung soll halbiert werden."

Der Umsatzverlust für Hotellerie, Gastronomie und die für Messe und Messegäste tätigen Dienstleister werden auf knapp das Zehnfache der Einbußen geschätzt, die die Messegesellschaft selbst erleidet – "bis zu 1,9 Milliarden Euro in ganz Bayern", sagte Dittrich.

Problem der Planungsunsicherheit

Auch in diesem Jahr ist das Messewesen ungeachtet des erhofften Aufschwungs weit von jeder Normalität entfernt. Ob und in welcher Form die im ersten Halbjahr geplanten Veranstaltungen stattfinden können, ist unklar. "Der Druck der Kunden, diese Messen entweder abzusagen oder zu verschieben, wird jeden Tag größer", sagte Dittrich. "Alle Hoffnung ruht dann im September auf der IAA." Die Internationale Automobilausstellung soll erstmals in München über die Bühne gehen.

Gesellschafter der Messe sind unter anderem der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt. In München finden in normalen Zeiten mehrere international bedeutende Leitmessen statt. Dazu zählen unter anderem die Sportartikelmesse Ispo, die Bau und die Expo Real für alles, was mit Immobilien und Baubranche zu tun hat, sowie die Inhorgenta für Juweliere.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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