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EM-Spiel in München: Polizei stellt sich auf Protest vor Deutschland-Spiel ein

Gegen die LGBTQI+-Community  

Polizei stellt sich auf Protest vor Deutschland-Spiel ein

23.06.2021, 11:39 Uhr | dpa

EM-Spiel in München: Polizei stellt sich auf Protest vor Deutschland-Spiel ein. Polizeibeamte stehen in der Allianz Arena in München (Archivbild): 1.500 bayerische Beamte werden zum Ungarnspiel im Einsatz sein. (Quelle: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Polizeibeamte stehen in der Allianz Arena in München (Archivbild): 1.500 bayerische Beamte werden zum Ungarnspiel im Einsatz sein. (Quelle: ULMER Pressebildagentur/imago images)

Die Allianz Arena in München darf zum Spiel gegen Ungar nicht in Regenbogenfarben erstrahlen. Trotzdem stellt sich die Polizei auf Proteste in München ein und will entschlossen gegen "rassistische und homophobe Inhalte" vorgehen.

Die Münchner Polizei bereitet sich auf möglichen Protest gegen die LGBTQI+-Community im Rahmen des dritten EM-Gruppenspiels von Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch vor. Dabei hätten die Beamten ein besonderes Augenmerk auf rund 200 Anhänger der ungarischen Fußballnationalmannschaft aus "problematischeren Fanvereinigungen", sagte Polizeisprecher Andreas Franken am Dienstag.

Insgesamt rechne seine Behörde mit rund 2.000 ungarischen Fans. Mehrere szenekundige Polizisten aus Ungarn unterstützten die rund 1.500 bayerischen Beamten in dem Einsatz. Franken stellte klar, dass gegen "rassistische und homophobe Inhalte" in oder außerhalb des Stadions konsequent eingeschritten werde.

Demonstration angekündigt

Die UEFA hatte am Dienstag bestätigt, dass das Münchner EM-Stadion nicht in den Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen wird. Dagegen kündigte der Lesben- und Schwulenverband Bayern für Mittwoch eine Demonstration an.

Hintergrund des geplanten Protestes ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde.

Die Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, queere, Trans- und andere nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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