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München: Bergbus für Tagestouren fährt auch im Herbst in die Alpen

Tagestouren in die Berge  

Münchner Bergbus startet auch im Herbst in die Alpen

Von Kaja Godart

07.09.2021, 17:27 Uhr
München: Bergbus für Tagestouren fährt auch im Herbst in die Alpen. Der Bergbus unterwegs: Der Bus soll die Parkplatzsituation in den Ausflugsorten entzerren. (Quelle: Solveig Eichner)

Der Bergbus unterwegs: Der Bus soll die Parkplatzsituation in den Ausflugsorten entzerren. (Quelle: Solveig Eichner)

Wer am Wochenende wandern, radeln oder klettern will, den bringt der Bergbus aus München direkt zum Ausflugsziel. Das Projekt ist ein Erfolg – und wurde jetzt verlängert.

Seit diesem Sommer fährt ein neuer Bergbus von München direkt in die Alpen. Jeweils samstags und sonntags starten zwei Busse auf unterschiedlichen Routen in Richtung Chiemgau, Ammergauer Alpen und Blauberge/Rofan. Weil der Bus so gut ankommt, wurde das Projekt jetzt bis Ende Oktober verlängert.

Los geht es ab Aidenbachstraße, Giesing oder Ostbahnhof. So kommen Wander- und Bergfans günstig und ohne stressige Parkplatzsuche zu den schönsten Tagesausflugszielen. Dort locken Wanderungen, Radtouren, Spaziergänge oder Kletterausflüge.

Die Idee für den Bergbus stammt vom Alpenverein München & Oberland (DAV). An diesem Samstag startet die zehnwöchige Pilotphase des Busses: "Unsere Mitglieder möchten nachhaltig in die Berge – ohne sich dort auf den Füßen zu stehen, ohne Stau und ohne Parkplatzwahnsinn. Aber eben auch rasch und bequem," erklärt Matthias Ballweg, Initiator des Münchner Bergbusses und erster Vorsitzender der DAV. Mitfahren dürfen aber alle Bergfans, nicht nur die Mitglieder des Alpenvereins.

Unterwegs in den Bergen: Der Tourismus aus München hat zu Parkplatznot an vielen Ausflugszielen geführt. (Quelle: Alpenverein München & Oberland)Unterwegs in den Bergen: Der Tourismus aus München hat zu Parkplatznot an vielen Ausflugszielen geführt. (Quelle: Alpenverein München & Oberland)

Seit dem 19. Juni bringt der Bergbus wanderlustige Münchner an besonders schöne Tourenziele. Wer sich vor Ort nicht auskennt, bekommt Wander- oder Radltour-Empfehlungen mit Schwierigkeitsgrad und Dauer gleich mit dazu, zu jeder Haltestelle gibt es Ausflugstipps, Empfehlungen für vor Ort und wichtige Hinweise. Außerdem soll in allen Bussen für ausreichend Platz für Fahrräder bis 15 Kilogramm, Kletterausrüstung, Kraxen oder Kinderwägen eingeplant werden.

Von München bequem ins Chiemgau, Ammergau und ins Rofan

Wer sich für die Bus-Route Chiemgau entscheidet, fährt über Aschau und Marquartstein bis nach Schleching, mit mehreren Stopps unterwegs. So kann man an der Kampenwandbahn aussteigen, in Sachrang oder im Klettergebiet Zellerwand.

Die Route Ammergau gibt es gleich in zwei Routen-Versionen und bringt die Wanderfans direkt in den Naturpark Ammergauer Alpen. Dort warten Gebirgs-, Moor-, Wald- und Wildflusslandschaften auf die Ausflügler. Route 1 führt über Kloster Ettal, die Laberbergbahn in Oberammergau bis zum Schloss Linderhof. Route 2 hält unter anderem in Bad Kohlgrub, an der Hörnle Schwebebahn, hier gibt es tolle Rad- und Mountainbike-Touren. Wer noch ein wenig weiter fährt, den bringt der Bus zu Haltestellen in Unterammergau und in Ettal.

Der Bergbus fährt durch die Ammergauer Alpen: Hier gibt es zwei Routen für die Ausflügler. (Quelle: Solveig Eichner)Der Bergbus fährt durch die Ammergauer Alpen: Hier gibt es zwei Routen für die Ausflügler. (Quelle: Solveig Eichner)

Der Bergbus fährt zudem eine Route in die Blauberge und ins Rofan. Der Blaubergkamm mit Halserspitz und Schildenstein gehört zu den besonders beliebten Gipfelzielen der Münchner Hausberge, schöne Touren kann man aber auch von den Haltestellen Rottach-Egern, Kreuth, Achenkirch und Steinberg am Rofan unternehmen.

Ohne Auto in die Alpen

Die Stadt München unterstützt das Bergbus-Projekt, Katrin Habenschaden, zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt erklärt: "Der Bus bietet Münchnerinnen und Münchnern die Möglichkeit, auch ohne Auto interessante Ziele in den Alpen zu erreichen – und das klimafreundlich, kostengünstig und entspannt. Gleichzeitig kann der Bus helfen, die angespannte Parkplatzsituation in vielen Regionen zu entzerren." 

Der Bergbus soll dabei nicht als Ersatz für den Zug dienen, die Initiatoren sehen ihn vielmehr als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr, da die Busse vor allem jene Ziele ansteuern, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwerer zu erreichen sind. Weil in vielen Ausflugsregionen die Parkplätze knapp und die Staugefahr hoch ist, soll der Bergbus die Regionen vor Ort entlasten und Münchnern eine bequemere An- und Abreise ermöglichen.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden im Bergbus: Die Stadt unterstützt das Projekt. (Quelle: Solveig Eichner)Bürgermeisterin Katrin Habenschaden im Bergbus: Die Stadt unterstützt das Projekt. (Quelle: Solveig Eichner)

Die Busfahrt ist auch auf Corona-Zeiten ausgelegt: Anti-Viral-Filter sollen für einen kompletten Luftaustausch in unter zwei Minuten sorgen, Abstände und Maskenpflicht im Bus für die Sicherheit der Fahrgäste. Auf allen Linien gilt die 3G-Regel.

In der Früh in die Berge

Wer gerne früh morgens ins die Berge starten will, kann schon den ersten Bus um 6.30 Uhr nehmen. Der ist besonders für diejenigen geeignet, die gerne ausgedehnte Bergtouren unternehmen wollen. Wer es lieber ein wenig gemütlicher angehen will, nimmt den Bus um 8.30 Uhr.

Tagestickets gibt es ab 12 Euro für Kinder bis 15 Jahre, Erwachsene zahlen 22 Euro für das Tagesticket, DAV-Mitglieder bekommen einen Rabatt. Praktisch: Das Ticket für den MVV zur Bergbus-Haltestelle und von dort wieder nach Hause, ist bereits inklusive. Die Tickets können online auf der Buchungsplattform des Bergbusses gelöst werden. Alle Informationen zu Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie Haltestellen gibt es auf der Website des Alpenvereins München & Oberland.

Verwendete Quellen:

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