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München: Zweite Impfaktion für italienische Hotelmitarbeiter – Ermittlungen

Vorwurf Impftourismus  

Hotel aus Italien ließ wohl noch mehr Mitarbeiter in München impfen

02.07.2021, 16:58 Uhr | dpa

München: Zweite Impfaktion für italienische Hotelmitarbeiter – Ermittlungen. Das Hilton Hotel am Flughafen in München (Archivbild): Hier sollen die Erstimpfungen stattgefunden haben. (Quelle: imago images/Waldmüller)

Das Hilton Hotel am Flughafen in München (Archivbild): Hier sollen die Erstimpfungen stattgefunden haben. (Quelle: Waldmüller/imago images)

120 Mitarbeiter eines Hotels sind von Italien nach Deutschland geflogen, um sich gegen Corona impfen zu lassen. Nun wird bekannt, dass das wohl nicht die einzige Impfaktion der Italiener in Bayern war.

In München soll es eine zweite Impfaktion für Hotelmitarbeiter aus Italien gegeben haben. Die Nürnberger Generalstaatsanwalt hat deswegen nun die Ermittlungen ausgeweitet. Auch in dem neuen Fall bestehe der Verdacht, dass Mitarbeiter eines Hotels aus Italien Spritzen gegen das Coronavirus erhalten haben, sagte Oberstaatsanwalt Matthias Held am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Dadurch gibt es nun auch eine Spur nach Nordrhein-Westfalen. In Köln wurden nach seinen Angaben am Donnerstag eine Arztpraxis und eine Apotheke durchsucht. Der Kölner Mediziner soll ebenfalls am Münchner Flughafen geimpft haben, berichtete Held. Deswegen werde auch gegen ihn ermittelt. Zunächst hatte die "Kölnische Rundschau" über die Razzia in Köln berichtet.

Impftourismus in München

Bislang war bekannt, dass am 21. Mai rund 120 Mitarbeiter des italienischen Urlaubsresorts Forte Village nach München gereist waren, um dort geimpft zu werden. Nach einem kurzen Aufenthalt flogen die Hotel-Beschäftigten zurück auf die Insel Sardinien.

Die zweite Impfaktion soll eine Woche später ebenfalls am Münchner Flughafen stattgefunden haben. Es soll sich erneut um Hotelmitarbeiter aus Italien gehandelt haben. In diesem Fall war das betroffene Hotel allerdings nicht auf Sardinien. Die Ermittlungen laufen wegen Verdachts der Unterschlagung von Impfstoff sowie der Bestechung und der Bestechlichkeit im Gesundheitswesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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