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Kunstartefakte aus Lateinamerika in M├╝nchen versteigert

Von dpa
21.09.2021Lesedauer: 1 Min.
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Trotz Beschwerden aus Lateinamerika hat in M├╝nchen eine Auktion pr├Ąkolumbischer Kunstgegenst├Ąnde stattgefunden. Das teilte eine Mitarbeiterin des Auktionshauses Gerhard Hirsch Nachfolger am Dienstag auf Anfrage mit. Mexikos Regierung hatte gut eine Woche zuvor die Absage der Auktion gefordert. 74 der insgesamt 324 Artefakte - etwa Figuren, Masken und Gef├Ą├če - seien Eigentum der mexikanischen Nation, ihr Verkauf eine Straftat nach mexikanischem Recht. Vom Auktionshaus hie├č es: "Alle von uns angebotenen Objekte verf├╝gen ├╝ber Provenienznachweise, die belegen, dass die Objekte sich legal in Deutschland befinden."

Am Dienstag sprachen sich die Botschafter elf lateinamerikanischer L├Ąnder in einer gemeinsamen Pressekonferenz in der mexikanischen Botschaft in Berlin gegen die Durchf├╝hrung der Auktion aus. Dabei waren Vertreter von Regierungen mit verschiedener politischer Ausrichtung - etwa Venezuela, Kuba, Chile und Kolumbien. "Diese Art von Handel ist untrennbar mit der Auspl├╝nderung, Unterdr├╝ckung und Ausrottung der urspr├╝nglichen V├Âlker verbunden", schrieb der mexikanische Botschafter Francisco Quiroga auf Twitter.

Zur Auktion geh├Ârten auch Gegenst├Ąnde aus Peru, Bolivien, Costa Rica, Panama, Guatemala, Kolumbien und Ecuador. Manche von ihnen waren mehr als 2500 Jahre alt. Es gab zun├Ąchst keine Angaben dar├╝ber, welche von ihnen ersteigert wurden und f├╝r wie viel Geld. Im Katalog waren Preise von bis zu 100 000 Euro angegeben.

Die mexikanische Kulturministerin Alejandra Frausto twitterte auf Deutsch: "Zum deutschen Auktionshaus [Gerhard Hirsch] und seinen Sammlern sagen wir Mexikaner: #meinErbeistNICHTzuverkaufen". In einem Brief an das Auktionshaus hatte sie zuvor geschrieben, bei Mexikos Generalstaatsanwaltschaft sei Anzeige erstattet worden.

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